Politik : Nahost: Molotow-Cocktails gegen Synagoge

In Frankreich und Belgien ist es erneut zu anti-israelischen Aktionen gekommen. Unbekannte haben in der Nacht zum Donnerstag mehrere Molotow-Cocktails gegen eine Synagoge in Montpellier geworfen, hieß es nach Angaben der Polizei der südfranzösischen Stadt. In Antwerpen hat die Polizei nach Ausschreitungen bei einer anti-israelischen Demonstration am Mittwochabend mehr als 80 gewalttätige Teilnehmer festgenommen. Drei Menschen wurden verletzt. Der Protestzug in der flämischen Metropole war von mehreren arabischen Organisationen initiiert worden.

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Bei dem Anschlag in Montpellier entstand nur leichter Sachschaden. Getroffen wurde ein an die Synagoge angrenzender Raum, und die Feuerwehr konnte ein beginnendes Feuer rasch löschen. In Aubervilliers bei Paris wurden ein Auto und ein Bus einer jüdischen Schule in Brand gesteckt. Die beiden Fahrzeuge für den Transport der Schüler seien auf einem Parkplatz in der Nähe der Religionsschule angezündet worden, sagte ein Polizeisprecher.

In Marseille, Paris und Toulouse kam es am Mittwochabend erneut zu Demonstrationen gegen israelische Militäraktionen in den Palästinensergebieten. Mehr als 1000 Menschen versammelten sich in Marseille, die Slogans wie "Scharon Mörder" und "Bush Komplize" riefen. Die Demonstranten verlangten ein Ende der "Massaker" und den Rückzug der israelischen Armee aus den palästinensischen Städten.

Zu den Kundgebungen aufgerufen hatten die Vereinigung "Mission Solidarität Palästina" und die Kommunistische Partei. Am Osterwochenende waren Synagogen in mehreren französischen Städten in Brand gesteckt worden. Auch in Belgien hatten Unbekannte Molotow-Cocktails gegen jüdische Gotteshäuser in Antwerpen und Brüssel geworfen.

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