Nahost : Neuer Gewaltausbruch im Gazastreifen

Nach Monaten der relativen Ruhe sind im Gazastreifen bei neuer innerpalästinensischer Gewalt binnen 24 Stunden sechs Menschen getötet worden.

Gaza - Mitglieder der radikal-islamischen Hamas erschossen in Gaza einen Leibwächter der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, wie der palästinensische Rundfunk meldete. Bei dem Zwischenfall wurden sechs weitere Menschen verletzt. Hamas-Aktivisten hätten das Haus eines Fatah-Sprechers angegriffen und das Feuer eröffnet.

Bereits am Sonntag waren bei Zusammenstößen zwischen Fatah und der radikal-islamischen Hamas vier Menschen getötet worden. Ein fünfter Palästinenser, ein Jugendlicher, kam bei gewaltsamen Konfrontationen zwischen zwei verfeindeten Familien ums Leben.

In der Nacht zum Montag bemühten sich die rivalisierenden Gruppen vergeblich um eine Beruhigung der Lage und verständigten sich auf eine Waffenruhe. Wie ein Sprecher der Fatah mitteilte, sehe die unter ägyptischer Vermittlung erzielte Einigung einen Abzug aller Kämpfer aus den Straßen des Gazastreifens noch in der Nacht vor. Auch knapp 20 von Fatah entführte Hamas-Mitglieder sollten wieder freigelassen werden.

Es waren die blutigsten Zusammenstöße seit Bildung der Einheitsregierung aus Fatah und Hamas im März. Seitdem war es nur noch sporadisch zu Scharmützeln gekommen. (tso/dpa)

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