Nahost-Reise : Al Qaida ruft zum Widerstand gegen Obama auf

Die Islamisten warnen vor der Kairoer Rede des US-Präsidenten an die islamische Welt mit drastischen Worten: Obama sende "blutige Botschaften".

WashingtonDer Vizechef der Extremisten-Organisation Al Qaida hat die ägyptische Bevölkerung dazu aufgerufen, nicht auf die "geschliffenen Worte" von US-Präsident Barack Obama bei seiner Rede in Kairo hereinzufallen. "Ägyptens freies, gerechtes und ehrenvolles Volk: Stehe vereint vor diesem Kriminellen", sagte der gebürtige Ägypter Ajman al-Sawahri in einer Audio-Botschaft. Obamas blutige Botschaften würden nicht verdeckt durch Kampagnen in der Öffentlichkeit, theatralische Besuche oder geschliffene Worte.

In der Nacht war Präsident Obama zu seinem ersten Staatsbesuch in der arabischen Welt und seiner zweiten Europareise aufgebrochen. Die Tour führt ihn am Donnerstag und Freitag auch nach Deutschland.

An diesem Mittwochnachmittag wird er aber zunächst in Saudi-Arabien erwartet, wo er mit König Abdullah zusammentrifft. Bei den Gesprächen in der saudischen Hauptstadt und später bei einem Abendessen auf dem Landesitz des Monarchen der größten Öl-Nation der Welt sollen neben bilateralen Themen auch das iranische Atomprogramm und der ins Stocken geratene Nahost-Friedensprozess zur Sprache kommen.

Anschließend reist Obama weiter nach Ägypten, dem bevölkerungsreichsten arabischen Land. In Kairo trifft er nicht nur Präsident Husni Mubarak, sondern will an der Kairoer Universität seine mit Spannung erwartete Rede an die islamische Welt halten. Dabei soll auch der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern eine Rolle spielen. Obama verspricht sich davon eine Verbesserung der Beziehungen der USA zu den Muslimen.

Danach geht es nach für Obama weiter nach Deutschland: Donnerstag und Freitag besucht der Präsident neben Dresden, wo er Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) trifft, auch das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald und das US-Militärhospital in Landstuhl in der Pfalz. Danach reist Obama noch in die Normandie, um an den Feiern zum 65. Landungstag der Alliierten teilzunehmen. (ZEIT ONLINE, kg, dpa, Reuters)

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