Politik : Nahost-Treffen: Schröder: Gewalt muss aufhören

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Bundeskanzler Gerhard Schröder will Palästinenserpräsident Jassir Arafat bei seinem für diesen Mittwoch geplanten Treffen in Gaza zur Wiederaufnahme des Friedensprozesses drängen. "Die Gewalt muss aufhören. Das betrifft alle, die es angeht", sagte der Kanzler am Dienstag in Jerusalem. Unterdessen verstärkten sich die Zweifel, dass der zwölfjährige Palästinenserjunge, der im September im Gaza-Streifen im Kugelhagel umgekommen war, tatsächlich von israelischen Soldaten erschossen worden war. Der Tod des Jungen, der in den Armen seines Vaters starb, hatte weltweit für Aufsehen gesorgt.

Am Dienstag traf der Kanzler Israels Premier Ehud Barak, Staatspräsident Mosche Katsav und Parlamentschef Avraham Burg. Schröder wird seine Nahostreise am heutigen Mittwoch mit einem Gespräch mit Palästinenserpräsident Arafat abschließen. Das Treffen wird aufgrund einer Änderung des Reiseplanes nicht im an Jerusalem angrenzenden Bethlehem, sondern im entfernten Gaza stattfinden. Israels Soldaten erschossen am Dienstag bei neuen Unruhen drei weitere Palästinenser. Zu dem Schusswechsel kam es bei Gaza und bei Betlehem.

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