Nahost : Weiter Anschläge auf Moscheen im Irak

Kein Ende der Anschläge auf heilige Stätten: Zwei Tage nach der Zerstörung der Goldenen Moschee in Samarra sprengten religiöse Fanatiker im Südirak einen sunnitischen Schrein in die Luft.

Bagdad/BasraDie Serie von Anschlägen auf die heiligen Stätten des Islams im Irak reißt nicht ab. Zwei Tage nach der Zerstörung der Minarette der Goldenen Moschee der Schiiten in der Stadt Samarra sprengten religiöse Fanatiker am Freitag im Südirak einen sunnitischen Schrein in die Luft. Aus Sicherheitskreisen hieß es, die Kuppel und das Minaretts der Grabmoschee von Talha bin Obeid-Allah, eines Gefährten des Propheten Mohammed, in Al-Subair seien zerstört worden.

Der sunnitische Rat der Religionsgelehrten protestierte gegen die zahlreichen Angriffen auf sunnitische Moscheen im Irak in den vergangenen zwei Tagen. In Basra seien mehrere unschuldige Gläubige in den Moscheen getötet worden, hieß es in einer Erklärung des Rates. Auch in Hilla, südlich von Bagdad, waren am Donnerstag Moscheen angezündet worden.

Die US-Armee teilte unterdessen mit, Aufständische hätten am Donnerstag im Irak vier amerikanische Soldaten getötet. Ein Soldat wurde nach Militärangaben in der Provinz Dijala erschossen. Drei weitere Soldaten seien bei einem Sprengstoffanschlag in der Nähe von Kirkuk im Norden ums Leben gekommen. (mit dpa)
 

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