Nahostkonflikt : Raketen-Salve auf Israel abgefeuert

Bereits seit Freitag ist die Waffenruhe zwischen Israel und Palästina vorbei. Am Sonntag sind mindestens zehn Kassam-Raketen auf israelischem Gebiet eingeschlagen. Noch verweigert Israels Ministerpräsident Ehud Olmert einen militärischen Gegenschlag.

Israel
Palästinensische Raketen finden ihr Ziel auf israelischer Seite. -Foto: AFP

Tel Aviv/GazaKämpfer des Islamischen Dschihad im Gazastreifen haben am Sonntag mindestens zehn Kassam-Raketen auf Israel abgefeuert. Die radikale Palästinenserorganisation teilte in einer Stellungnahme weiter mit, man habe mehrere Mörsergranaten abgeschossen. Ein israelischer Militärsprecher sagte in Tel Aviv, eine der aus dem Gazastreifen abgeschossenen Raketen sei direkt in ein Haus in der Grenzstadt Sderot eingeschlagen. Es sei schwerer Sachschaden entstanden. Eine Mörsergranate habe zudem einen ausländischen Arbeiter auf einem Feld verletzt.

Der amtierende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert reagierte am Sonntag ablehnend auf Forderungen mehrerer Minister, mit einer Militäroffensive auf die palästinensischen Angriffe zu reagieren. Während der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem sagte Olmert, eine verantwortliche Regierung könne nicht "kriegsfreudig" sein. Man werde sich aber auch nicht vor einer Auseinandersetzung "drücken".

Bei einem Hubschrauberangriff der israelischen Luftwaffe im nördlichen Gazastreifen wurde eine einsatzbereite Abschussrampe zerstört, wie der Sprecher sagte. Eine sechsmonatige Waffenruhe zwischen Israel und den militanten Palästinenserorganisationen im Gazastreifen war am Freitag zu Ende gegangen. Mit dem Ablauf der Vereinbarung hatten die Palästinenser ihre Angriffe verschärft. (mpr/dpa)

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