Nato-Anfrage : Jung will keine Hubschrauber nach Afghanistan schicken

Der "FAZ" zufolge hat das Verteidigungsministerium eine Anfrage der Nato nach deutschen Transporthubschraubern für ganz Afghanistan abgelehnt. Der Grund: Die Einsatzfähigkeit im Norden könnte dann nicht mehr aufrecht erhalten werden.

BerlinVerteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) hat nach einem Zeitungsbericht eine Nato-Anfrage nach Transporthubschraubern für den Einsatz in ganz Afghanistan abgelehnt. Das habe das Ministerium bestätigt, berichtet die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Mit einem Schreiben vom 30. Juli habe der Nato-Oberbefehlshaber Europa um die Bereitstellung von Transporthubschraubern mittleren Typs gebeten. Die Anfrage sei auch an Frankreich, die Türkei, Spanien und Griechenland gegangen.

Jung begründete die Ablehnung dem Bericht zufolge damit, dass die Bundeswehr mit ihren sechs Hubschraubern vom Typ CH-53 die Durchhaltefähigkeit in diesem Transportspektrum in Nord-Afghanistan sicherstellen müsse. Käme er der Anfrage nach, könne die Einsatzfähigkeit im Norden nicht aufrechterhalten werden, teilte Jung mit. Die Bundeswehr hat insgesamt 20 Maschinen vom Typ CH-53 in der geschützten und leistungsgesteigerten Version zur Verfügung, wie sie in Afghanistan benötigt wird. Wegen Wartung und Reparatur stünden nur zwölf laufend bereit. Davon werde laut Ministerium die Hälfte für Ausbildung und Einsatzvorbereitung in Deutschland benötigt. (mit dpa)

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