• Nato erwägt Unterstützung der Kabul-SchutztruppeVerteidigungsminister beraten nächste Woche in Warschau

Politik : Nato erwägt Unterstützung der Kabul-SchutztruppeVerteidigungsminister beraten nächste Woche in Warschau

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Brüssel (dpa). In der Nato wird eine mögliche Unterstützung der internationalen Schutztruppe in Afghanistan (Isaf) erwogen. Die Verteidigungsminister der Allianz dürften bei ihrem als informell bezeichneten Treffen in Warschau am 24. und 25. September darüber beraten, hieß es am Montag aus Brüsseler Nato-Kreisen. Die Isaf ist bisher keine Nato-Mission. „Eine Nato-Unterstützung für Isaf III ist eine Möglichkeit“, sagte ein Beamter des westlichen Bündnisses. Derzeit führt die Türkei die Isaf-Schutztruppe (Isaf II), deren Mandat noch bis zum 21. Dezember läuft. Der Einsatz der Truppe, an der auch 1200 deutsche Soldaten beteiligt sind, ist bislang auf die Hauptstadt Kabul und ihre unmittelbare Umgebung beschränkt.

Der deutsche Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) hatte eine deutsch-niederländische Isaf-Führung nicht ausgeschlossen. Das in Münster stationierte deutsch-niederländische Korps wäre dazu in der Lage, sagte er. Kanzler Gerhard Schröder (SPD) äußerte sich ähnlich. In Brüssel blieb zunächst offen, ob ein solcher Plan mit einer möglichen Nato-Unterstützung vereinbar sei. Offen ist auch, welche Auswirkungen dies auf das Einsatzgebiet der Isaf hätte. Die Regierung in Kabul, die UN und die USA befürworten eine landesweite Stationierung. Unterdessen beschossen Sympathisanten der Taliban und des Al-Qaida-Netzwerks erneut US-Stützpunkte im Osten Afghanistans mit Raketen. Nach ersten Informationen richteten die zehn Raketen aber keinen Schaden an.

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