Politik : Nato-General: Mehr Gewalt in Afghanistan

Kabul/Washington - Die Stationierung von zusätzlichen US-Soldaten im Süden Afghanistans wird nach Einschätzung eines Nato-Generals zunächst zu einem deutlichen Anstieg der Gewalt führen. Langfristig werde sich die Sicherheitslage durch die Truppenaufstockung jedoch verbessern, sagte Generalmajor Mart de Kruif, der Kommandeur der niederländischen Nato-Truppen in Afghanistan in einer Videokonferenz mit Journalisten in Washington. Am Neujahrsfest am Samstag kamen in Afghanistan mindestens acht Menschen bei Anschlägen ums Leben. Unklar bleibt weiterhin, welche Afghanistan-Strategie die neue US-Regierung plant. Eine Meldung der Nachrichtenagentur ddp, wonach Präsident Barack Obama fordern werde, spätestens im Sommer müssten 100 000 Soldaten der Nato-Staaten und anderer Länder zum Kampf gegen die Taliban bereit stehen oder man müsse sich zurückziehen, bezeichneten deutsche Sicherheitskreise lediglich als „mögliche Gedankenspiele der US-Administration“. Diese befinde sich in puncto Afghanistan noch in einer „fact finding mission“. Bislang sei von den Amerikanern nur zu hören, „dass sie noch gar nicht genau wissen, wohin sie wollen“. fan/dpa

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