Nato-Gipfel : Anschläge in Chicago vereitelt

Mehrere Männer sind in Chicago festgenommen worden: Sie sollen Anschläge mit Molotow-Cocktails geplant haben. Unmittelbare Gefahr soll aber nicht bestanden haben, betonte die Polizei.

Diese drei Männer werden verdächtigt, Anschläge in Chicago geplant zu haben. Sie wurden festgenommen. Foto: dapd
Diese drei Männer werden verdächtigt, Anschläge in Chicago geplant zu haben. Sie wurden festgenommen.Foto: dapd

Kurz vor dem NATO-Gipfel in Chicago hat die US-Polizei drei Verdächtige wegen mutmaßlicher Anschlagspläne festgenommen. Die NATO-Gegner hätten eine Attacke auf die Wahlkampfzentrale von US-Präsident Barack Obama in Chicago verüben wollen, teilte die Staatsanwaltschaft am Samstag mit. Auch das Haus von Chicagos Bürgermeister Rahm Emanuel habe die Gruppe ins Visier nehmen wollen.

Die Anwälte der Verdächtigen warfen der Polizei dagegen vor, die Festnahme inszeniert zu haben, um die Proteste gegen den NATO-Gipfel in Misskredit zu bringen. Verdeckte Ermittler hätten der Gruppe die Anschlagspläne angehängt. Die Männer seien nach Chicago gekommen, um friedlich auf die Straße zu gehen.

Die Männer seien „keine friedlichen Demonstranten. Sie sind Terroristen“, entgegnete Staatsanwältin Anita Alvarez. Die Gruppe habe unter anderem über Molotow-Cocktails verfügt. Chicagos Polizeichef Garry McCarthy betonte allerdings, dass „keine unmittelbare Gefahr“ bestanden habe. Zum NATO-Gipfel am Sonntag und Montag werden Staats- und Regierungschefs aus mehr als 50 Ländern in der Stadt an den Großen Seen erwartet. Gastgeber Obama führt von Chicago aus auch seinen Wahlkampf für die Präsidentschaftswahl im November. (AFP)

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