Politik : Nato verschifft Patriots

Raketen sollen Ende Januar in der Türkei eintreffen.

Ein Soldat kontrolliert die Sicherung eines ABC-Spürpanzers während der Verladung einer Patriot-Einheit der Bundeswehr im Hafen von Lübeck-Travemünde. Foto: dpa
Ein Soldat kontrolliert die Sicherung eines ABC-Spürpanzers während der Verladung einer Patriot-Einheit der Bundeswehr im Hafen...Foto: dpa

Travemünde/Istanbul - Die ersten Bundeswehrsoldaten sind zur Stationierung von „Patriot“-Abwehrraketen in der Türkei eingetroffen. Ein Vorauskommando mit 20 deutschen und rund 30 niederländischen Kräften flog am Dienstag von Eindhoven in die südtürkische Stadt Adana. Gleichzeitig begann im Hafen von Lübeck-Travemünde die Verschiffung von rund 300 Fahrzeugen und 130 Containern mit militärischer Ausrüstung. Zum Schutz des Nato-Partners Türkei vor Angriffen aus dem Bürgerkriegsland Syrien entsenden die Niederlande, Deutschland und die USA jeweils zwei Raketenabwehrstaffeln. Insgesamt werden bis zu 350 deutsche Soldaten rund 100 Kilometer von der Grenze zu Syrien entfernt stationiert. Die Ausrüstung, die mit einem dänischen Schiff ins Einsatzgebiet gebracht wird, soll am 21. Januar in der südtürkischen Hafenstadt Iskenderun eintreffen und von dort über Land nach Kahramanmaras transportiert werden.

Unterdessen meldete die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), Syrien besitze nach ihrer Einschätzung mehr als 1000 Tonnen an chemischen Kampfstoffen. Darunter seien Sarin, Senfgas und das Nervengas VX sowie die entsprechenden Trägersysteme, sagte OPCW-Generaldirektor Ahmet Üzümcü der türkischen Zeitung „Hürriyet“. Die Regierung in Damaskus habe gegenüber der OPCW jedoch versichert, die Chemiewaffen nicht einsetzen zu wollen. dpa/AFP

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