Politik : Nato will Afghanistan stärken

Noordwijk - Die Nato ist nach Worten ihres Generalsekretärs Jaap de Hoop Scheffer entschlossen, in Afghanistan eine Rückkehr der radikalislamischen Taliban an die Macht zu verhindern. Zu Beginn eines Treffens des Verteidigungsminister der 26 Nato-Staaten im niederländischen Nordwijk forderte er auch stärkere Anstrengungen bei der Ausbildung der afghanischen Armee. „Am wichtigsten ist es, die Fähigkeiten der Afghanen zu stärken, damit Afghanistan auf eigenen Füßen stehen kann“, sagte er. Die Nato will die von ihr geführte und rund 40 000 Soldaten starke Afghanistan- Schutztruppe Isaf erst dann abziehen, wenn die afghanische Armee selbst für die Sicherheit im Lande sorgen kann.

Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) kündigte erneut eine Verdreifachung der Ausbildungsbemühungen der Bundeswehr an, die im Norden des Landes stationiert ist und deren Gesamtzahl auf 3500 begrenzt ist. „Unser Ziel muss es ja sein, dass die afghanische Regierung selbst in der Lage ist, für ihre Sicherheit zu sorgen“, sagte er. Derzeit sind etwa 70 Bundeswehrsoldaten als Ausbilder in Afghanistan tätig. Jung sagte, die Erhöhung auf etwa 200 Ausbilder werde ebenso wie der gesamte deutsche Einsatz auf den Norden beschränkt bleiben. Die Minister beraten unter anderem über den Mangel an Soldaten und militärischem Gerät bei dem Afghanistaneinsatz. dpa

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