Nazis greifen zur Waffe : Gewaltbereite Rechtsextremisten haben Zulauf

Immer mehr Rechtsextremisten sehen Gewalt als Mittel zur Durchsetzung ihrer politischen Ziele. Diese Entwicklung geht offenbar zulasten der NPD, deren Mitgliederzahl bei 6600 Mitgliedern stagniert.

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Abschuss. Diese Waffen gehörten Bremer Rechtsextremisten. Die Polizei hatte sie am Dienstag beschlagnahmt.
Abschuss. Diese Waffen gehörten Bremer Rechtsextremisten. Die Polizei hatte sie am Dienstag beschlagnahmt.Foto: dpa

Wie der Tagesspiegel aus Sicherheitskreisen erfuhr, muss derzeit mit einem Potenzial von 9800 gewaltorientierten Extremisten gerechnet werden. Die Gesamtzahl der gewaltorientierten Rechtsextremisten haben Sicherheitsexperten addiert aus einschlägig auftretenden Mitgliedern der NPD, auffällig militanten Anhängern der Szene der unorganisierten Neonazis sowie aus den subkulturellen Milieus. Dabei handelt es sich um traditionell gewaltbereite Skinheads und andere, weniger ideologiefeste Rechtsextremisten.

Teile der rechten Szene seien außerdem „zunehmend neonationalsozialistisch politisiert und aktionistisch“, hieß es in Sicherheitskreisen weiter. Verstärkter Zulauf wird für die in Kameradschaften und losen Gruppierungen wie „Freie Kräfte“ und „Autonome Nationalisten“ organisierte Neonaziszene registriert. In diesem Jahr stellten Experten eine Zunahme auf insgesamt knapp 6000 Personen fest. Im Vorjahr waren es noch 5600, nach 5000 im Jahr 2009 und 4800 im Jahr 2008.

Die Spur der Neonazi-Mörder
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Diese Entwicklung gehe zulasten der NPD und der subkulturellen Szene. Die NPD stagniere bei 6600 Mitgliedern. Die Partei sei zerstritten und habe vom Siechtum der DVU kaum profitiert. Im Juni 2010 hatten die damaligen Vorsitzenden von NPD und DVU die „Verschmelzung" der Parteien verkündet. Die Fusion konnte jedoch wegen rechtlicher Probleme nicht vollzogen werden. In diesem Jahr schrumpfte die DVU zur Restgröße mit 1000 Mitgliedern. Im Jahr 2010 waren es noch 3000 gewesen. Die subkulturelle Szene wird schwächer, weil einem Teil ihrer Anhänger der Lifestyle mit Krawallmusik und reichlich Alkohol inzwischen weniger attraktiv erscheint. Es gebe zunehmend Wechsel zum Spektrum der ideologisch geprägten Neonazis, sagten Experten. Die subkulturellen Milieus werden auf nur noch 7700 Personen taxiert. 2010 waren es 8300, davor 9000.

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