Waffenfund bei Bremer Rechtsextremisten

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Nazis greifen zur Waffe : Gewaltbereite Rechtsextremisten haben Zulauf
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Zudem gibt es auch bei den gewaltbereiten Linksextremisten, die meisten sind sogenannte Autonome, eine Zunahme. Die Zahl sei in diesem Jahr auf etwas mehr als 7000 gestiegen, hieß es. Für das Jahr 2010 hatte das Bundesamt für Verfassungsschutz 6800 gewaltbereite Linksextremisten gemeldet.

Rechtsextreme sind aber nicht nur potenziell gewaltbereit, sie rüsten sich mindestens teilweise auch tatsächlich mit Waffen aus. Am Dienstag haben die Bremer Behörden sechs Rechtsextremisten, darunter zwei NPD-Funktionäre und zwei weitere Mitglieder der Partei, 20 Waffen abgenommen. Das für Ordnungsangelegenheiten zuständige Stadtamt habe gezielt die Namen auf Waffenberechtigungskarten mit dem Verfassungsschutz abgeglichen und sei auf die sechs Männer gekommen, sagte der Sprecher der Innenverwaltung, Rainer Gausepohl, dem Tagesspiegel. Nach dem Waffenrecht sei es möglich, als unzuverlässig geltenden Waffenbesitzern die Erlaubnis zu entziehen. Die beschlagnahmten Gewehre, Pistolen und Schreckschusswaffen waren ordnungsgemäß angemeldet. Stadtamt und Polizei stellten zudem einen Schalldämpfer sicher. Einer der entdeckten Rechtsextremisten ist Jäger.

Wie die Rechtsextremisten auf durchgeführte brutale Gewalttaten reagieren, der Frage ist der Brandenburger Verfassungsschutz nachgegangen. Die Behörde hat die Reaktionen der rechtsextremen Szene auf das Massaker des Norwegers Anders Behring Breivik ausgewertet. Der Mann hatte im Juli in Oslo eine Bombe gezündet und dann auf der Insel Utöya gezielt Jugendliche erschossen, 77 Menschen starben. Der Verfassungsschutz schaute sich nach eigenen Angaben von Juli bis August einschlägige Internetseiten an und analysierte mehr als 1700 Kommentare von über 400 Nutzern. Knapp die Hälfte der Rechtsextremisten, 48 Prozent, hätten Breiviks Tat verurteilt, hieß es bei der Behörde in Potsdam. 32 Prozent hätten eine ambivalente Haltung eingenommen, die restlichen 20 Prozent hätten die Attentate begrüßt.

Die 48 Prozent, die Breiviks Gewaltexzess ablehnten, hätten gleichwohl rechtsextremistisch argumentiert. Als Grund ihrer Ablehnung hätten die Nutzer unter anderem Breiviks Kritik an Hitler und dem Nationalsozialismus genannt. Der Norweger hatte in einem mehr als 1500 Seiten umfassenden Manifest seine krude Weltsicht ausgebreitet. Die 32 Prozent mit der ambivalenten Haltung hätten Breiviks Tat kritisiert, aber seine Motive als nachvollziehbar gewertet.Und einige der 20 Prozent ausmachenden Befürworter hätten sogar zu einem „Bürger- und Rassenkrieg“ aufgerufen.

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