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Nebensachen vom Weltgipfel : Bäume pflanzen mit Bianca Jagger

17.06.2012 09:57 Uhrvon
Kniet im Dreck für den guten Zweck: Bianca Jagger.Bild vergrößern
Kniet im Dreck für den guten Zweck: Bianca Jagger. - Foto: AFP

Unsere Redakteurin Dagmar Dehmer ist in Rio, um für den Tagesspiegel über den dritten Weltgipfel zu Umwelt und Entwicklung Rio +20 zu berichten. Hier berichtet sie über die kleinen Dinge, die einen Gipfel erst groß machen.

Bevor die Arbeit im luftdichten, dafür aber auch dunklen Pressezentrum des Rio-Gipfels beginnt, ist es nicht schlecht, ein paar Eindrücke aus dem richtigen Leben zu sammeln. Denn wenn der Gipfel-Blues den Höhepunkt erreicht, kann man immer noch über den realen Nutzen dessen schreiben, was gerade zu Tode verhandelt wird. Aber das kommt ja erst in ein paar Tagen.

Der Ausflug ins Feld führte mit der Internationalen Naturschutzunion (IUCN) ins Umland von Rio, dorthin, wo die Mata Atlantica, der Küstenregenwald Brasiliens, ganz besonders gelitten hat. Die erste Entwaldungswelle kam mit dem Kaffee schon im 17. Jahrhundert. Dann kam die Holzkohle, deren Produktion im zweiten Weltkrieg ihren Höhepunkt erreichte.

Und heute grasen Milchkühe auf den steilen Hängen, auf denen überwiegend nur noch Gras wächst.

Im Hinterland Rios gibt es also derzeit eine Landschaft, die aussieht wie die rollenden Hügel des englischen Nordens, nur dass diese brasilianischen rollenden Hügel eigentlich mit einem dichten Regenwald bewachsen sein sollten.

Damit das irgendwann mal wieder so wird, und die kahlen Hügel nicht mit immer wieder vorkommenden Erdrutschen ins Tal gewaschen werden, hat die brasilianische Umweltorganisation ITPA angefangen, einen Teil dieser Hügel wieder mit Bäumen zu bepflanzen.

Mit dabei waren berühmte Umweltjournalisten aus Europa und Brasilien – und Bianca Jagger. Die Menschenrechtsaktivistin ist nun auch das Gesicht der „Bonner Herausforderung“, mit der die IUCN bis 2020 weltweit 150 Millionen Hektar wiederaufforsten lassen will.

Am Samstag informierte sich Bianca Jagger vor Ort, wie das mit dem Bäumepflanzen geht. Sie pflanzte gleich zwei. Eine junge Mitarbeiterin von ITPA sagte bei diesem Anblick träumerisch: „Ich liebe meinen Job. Ständig kommen berühmte und wichtige Leute und gehen im Dreck auf die Knie, um etwas schönes zu tun: einen Baum zu pflanzen.“ Und so war das auch mit Bianca Jagger, die kaum zurückgekehrt von der Exkursion auf Twitter schon wieder neue Weltprobleme zum Thema machte.

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Die Afghanistan-Connection


Sie waren zusammen im Afghanistan-Einsatz. Jetzt sitzen sie auf entscheidenden Posten im Ministerium. Sie prägen das Bild, das sich die Ministerin macht. Sie bestimmen Ausrichtung, Struktur und Selbstverständnis der Truppe. Welche Folgen hat das für Deutschlands Sicherheit?
Eine Recherchekooperation des Tagesspiegels mit dem ARD-Magazin "Fakt".

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