Politik : Nerven hat der Mann

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Klaus Uwe Benneter versteht, ein Pokerface zu machen. Auf die Frage, wann der designierte SPDGeneral auf seinen Posten verpflichtet worden ist, sagt SPD-Sprecherin Anja Sprogies klipp und klar: „Am Freitagvormittag.“ Doch noch am Samstagmorgen ließ er sich nichts anmerken. Da betrieb er Wahlkreispflege in Berlin-Zehlendorf. Er besuchte eine FDP-Veranstaltung und plauderte mit den Vormännern der Konkurrenz. Das war zwölf Stunden, nachdem Gerhard Schröder Franz Müntefering zum Parteichef in spe gemacht hatte, und fünf Stunden, bevor Benneter zum Generalsekretär in spe ernannt werden sollte. Benneter habe in Zehlendorf „aufgeräumt“ gewirkt, keineswegs gestresst vom Erwartungsdruck, sagt einer, der dabei war – und offenbar die Nerven gezeigt, die er braucht. m.m./wvb.

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