Politik : Neue Beweise für Doping von Radprofis

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SPORT

Berlin (Tsp). Doping ist im Radsport offenbar immer noch normal. Dokumente, die dem Tagesspiegel vorliegen, beweisen, dass Radprofis sich bei Betreuern und Ärzten über die Wirkung von verbotenen Wachstumshormonen erkundigen. Ein deutscher Radprofi verriet beispielsweise in einem Fax, dass er unter anderem 8000 Einheiten Wachstumshormone besitze. Dieser Fahrer, ein Spezialist fürs Zeitfahren, ist derzeit bei der Tour de France unterwegs. Ein anderer deutscher Profi fragte seinen Betreuer per Fax: „Wie lange positiv mit dem Pflaster Androderm 2,5 mg?" Androderm ist das Dopingmittel Testosteron. Wilhelm Schänzer, Leiter des Dopinglabors in Köln, prangert die Zustände im ProfiRadsport an: „Ich kann bei der Dopingbekämpfung leider keine Veränderung erkennen.“

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