NEUE CHEFIN DER SOZIALISTEN : Sozial und europäisch

Bekannt ist Martine Aubry als „Die Dame der 35-Stunden-Woche“. Das Bild, das ein Biograf von ihr zeichnete, war nicht schmeichelhaft für Martine Aubry. Als „hart“ und „autoritär“ wurde die damalige

Arbeitsministerin beschrieben. Dass sie einen starken Wille habe, streitet die 58-Jährige nicht ab. Aber sie habe sich ihre „Sensibilität“ bewahrt, vor allem für die Schwachen. Weniger bekannt ist, dass sie die Tochter des früheren Präsidenten der EU-Kommission, Jacques Delors, ist. Auch sie engagiert sich stark für Europa.

Nach der Eliteausbildung am Institut für Politische Wissenschaften und der Ecole Nationale d’Administration (ENA), an der sie später auch selbst lehrte, ging sie in die Industrie und widmete sich der Gewerkschaftsarbeit, ehe sie zur Politik kam. Sie ist seit 2001 Bürgermeisterin von Lille. Sie veröffentlichte zahlreiche Bücher. „Die Werte der Linken sind immer noch aktuell“, schreibt sie in ihrem neuesten mit dem Titel „Und wenn man sich wiederträfe“. hhb

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