Neue EU-Verordnung : Brüssel erklärt Aus für Strom fressende Netzteile

Erst vor Kurzem hat die EU-Kommission das Aus für herkömmliche Glühbirnen eingeläutet. Nun geht es Strom fressenden Netzteilen an den Kragen.

BrüsselAb dem Frühsommer 2010 gelten in allen EU-Mitgliedsstaaten strengere Auflagen für Netzteile, die den Strom aus der Steckdose in die Spannung umwandelt, welche vom jeweiligen Endgerät benötigt wird. Viele dieser Netzteile erhitzen sich bislang bei längerem Betrieb spürbar. Dabei geht Energie in Form von Wärme verloren. Bis zum Jahr 2020 plant die EU-Kommission, diese Verluste um nahezu ein Drittel zu verringern.

Mehr kosten sollen die neuen Netzteil-Modelle den Angaben zufolge nicht, sagt ein Sprecher der Kommission. Die strengeren Vorschriften treten schrittweise im Frühsommer 2010 und 2011 in Kraft. Von diesem Zeitpunkt an würden die Bestände in den Geschäften nicht mehr aufgefüllt, sagte der Sprecher. Wer noch Strom fressende Netzteile besitzt, könne diese weiter benutzen. Die Kommission will mit der neuen Vorschrift in ihren Mitgliedsstaaten insgesamt neun Terrawattstunden Strom einsparen - das entspricht ungefähr der Menge Strom,
die Litauen in einem ganzen Jahr verbraucht.

Auch bei den neuen Verordnungen zur Glühbirne spielt überschüssige Wärmeentwicklung eine Rolle: So schafft es eine herkömmliche Glühlampe gerade mal, fünf Prozent des Stromes in Licht zu verwandeln (Energiesparlampe: 25 Prozent), der Rest wird in Form von Erhitzung in die Luft gepustet. Bis 2012 sollen Glühbirnen komplett durch energieeffizientere Modelle ersetzt werden. (mm/dpa)


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