Politik : Neue Runde der Gewalt Israelis töten

fünf Palästinenser.

Gaza/Tel Aviv - Bei israelischen Luftangriffen auf Ziele im Gazastreifen und Auseinandersetzungen im Westjordanland sind in den vergangenen Tagen bis Sonntag fünf Palästinenser getötet worden. Weitere 13 Menschen wurden nach palästinensischen Angaben seit Donnerstag verletzt. Militante Palästinenser schossen im selben Zeitraum nach israelischen Angaben 18 Raketen auf Gebiete Israels in der Nähe des Gazastreifens ab.

Der neue Schlagabtausch hatte am Donnerstag begonnen, als ein Auto in Gaza-Stadt von einer israelischen Rakete getroffen wurde. Dabei starben die beiden Insassen. Einer der Getöteten war nach israelischen Angaben Ismail Batasch, ein Mitglied der Al-Aksa-Brigaden, des bewaffneten Arms der Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Batasch soll an mehreren Terroranschlägen gegen Israelis beteiligt gewesen sein und weitere vorbereitet haben.

Seither gab es im Süden Israels immer wieder Luftalarm, damit sich die Bewohner vor Raketen militanter Palästinenser in Sicherheit bringen konnten. Die israelische Luftwaffe bombardierte Ziele im Gazastreifen. Zuletzt wurden dabei am frühen Sonntagmorgen ein Vater und seine Tochter verletzt.

Im Norden von Gaza-Stadt war am Freitag ein Familienvater beim Bombardement eines Militärlagers ums Leben gekommen. Neun weitere Mitglieder seiner Familie, darunter sieben Kinder, seien verletzt worden, das Haus sei eingestürzt, teilten die palästinensischen Behörden mit. Eines der Kinder, ein zwölfjähriger Junge, starb später im Krankenhaus an seinen Verletzungen.

Im Westjordanland starb ein 28-jähriger Palästinenser, der bei einer Demonstration gegen israelische Siedler von einer Tränengasrakete im Gesicht getroffen worden war. Warum ein israelischer Soldat aus nur wenigen Metern Entfernung auf den Mann geschossen hatte, blieb zunächst unklar. dpa

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