Politik : Neuer Missionar

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Der ehemalige Arbeiterpriester ist seit 1999 Erzbischof von Turin. Er ist sozialen Fragen gegenüber aufgeschlossen und der Hüter des berühmten Grabtuches von Turin, zu dem im Heiligen Jahr 2000 über zwei Millionen Besucher pilgerten. Schlagzeilen machte Severino Poletto, als er verlangte, muslimische Einwanderer müssten vom rechten Kirchenglauben überzeugt werden. Freilich müsse dies mit „Respekt und Feingefühl“ ihnen gegenüber geschehen und „mehr mit Taten als mit Worten“, erklärte er in einer Predigt. Dies folge dem Befehl Jesu, alle Völker zu missionieren. Der 72Jährige, eine eher ruhige und unspektakuläre Erscheinung, wäre ein möglicher Kompromisskandidat. M.G.

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