Neuer Streit : Grünen-Politiker nennt Kardinal Meisner "Hassprediger"

Die katholische Kirche und die Grünen sind derzeit auf Konflikt gebürstet. Gerade hat sich der Streit zwischen Bischof Mixa und Grünen-Chefin Claudia Roth ein wenig beruhigt, da legt der Grüne Volker Beck los: Er nannte den Kölner Kardinal Joachim Meisner einen "Hassprediger".

HamburgZwischen den Grünen und katholischen Würdenträgern gibt es neuen Konfliktstoff. Der Grünen-Abgeordnete Volker Beck Beck reagierte auf eine Äußerung Meisners in einer Predigt im Schweizer Wallfahrtsort Einsiedeln. Dort hatte Meisner Anfang Oktober darauf gedrungen, nicht zu vergessen, dass Ehe und Familie göttliche Realitäten seien.

Mit Blick auf die zunehmend legalisierten eheähnlichen Gemeinschaften hatte der 73-Jährige gesagt: Die "so genannten alternativen Modelle menschlichen sexuellen Zusammenlebens sind aber unwahr und darum für den Menschen im Kern verderblich. Die Menschheit richtet sich hier selbst zugrunde". Beck, der selbst bekennender Homosexueller ist, sagte dem Nachrichtenmagazin "Spiegel": "Kardinal Meisner betätigt sich einmal mehr als selbstgerechter Hassprediger, denn er spricht ganzen Gruppen von Menschen die Existenzberechtigung ab."

Erst am Mittwoch war ein Streit zwischen Grünen-Chefin Claudia Roth und dem Augsburger Bischof Walter Mixa beigelegt worden. Roth hatte Mixa wegen seiner Äußerungen zur Rolle der Frau als "durchgeknallten, spalterischen Oberfundi" bezeichnet. Mixas Sprecher bescheinigte ihrer Aussage daraufhin "faschistoide Züge". Später bedauerte er dies und sagte, seine Worte seien schärfer "als bei näherem Hinsehen nötig" gewesen. (mit ddp/dpa)

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