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Neues Ermittlungsverfahren : Berlusconi soll Abgeordneten bestochen haben

28.02.2013 14:14 Uhr
Gut lachen? Silvio Berlusconi. Foto: dpaBild vergrößern
Gut lachen? Silvio Berlusconi. - Foto: dpa

Silvio Berlusconi sammelt weiter schwerwiegende Anschuldigungen: Nach Medienberichten soll der ehemalige Regierungschef Italiens bei der Parlamentswahl 2006 einen Abgeordneten bestochen haben. Es ist nicht das erste Mal, dass ihm dieses Vergehen vorgeworfen wird - aber das erste Mal, dass tatsächlich ermittelt wird.

Gegen Italiens Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi läuft laut einem Medienbericht ein Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlicher Abgeordneten-Bestechung. Wie die Zeitung „La Repubblica“ am Donnerstag auf ihrer Internetseite berichtete, ist die Staatsanwaltschaft überzeugt, dass Berlusconi dem Abgeordneten Sergio De Gregorio während der Parlamentswahl im Jahr 2006 drei Millionen Euro zahlte.

Die damaligen Wahlen wurden von der Mitte-links-Koalition unter Ex-Regierungschef Romano Prodi gewonnen, der auch De Gregorio angehörte.

Wenige Monate später schloss sich De Gregorio der Opposition Berlusconis an, was dazu beitrug, dass die Regierung 2008 zusammenbrach. Aus den darauffolgenden Wahlen ging Berlusconi deutlich als Sieger hervor.

Berlusconi wurde in der Vergangenheit immer wieder beschuldigt, Stimmen gekauft oder Abgeordnete bestochen zu haben. Es ist jedoch das erste Mal, dass deswegen nun offiziell gegen ihn ermittelt wird. Der Ex-Ministerpräsident musste sich bereits in zahlreichen Affären vor Gericht verantworten.

Bislang wurde er aber nur wegen Steuerbetrugs verurteilt, wogegen er in Berufung ging. Berlusconi muss sich auch wegen einer mutmaßlichen Sexaffäre mit einer minderjährigen Prostituierten verantworten. Bei den jüngsten Wahlen schnitt Berlusconis Mitte-rechts-Bündnis unerwartet stark ab. (AFP)

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