• Neues Gesetz zum Klimaschutz: Oettinger dringt auf Erprobung der CCS-Technologie in Deutschland
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Neues Gesetz zum Klimaschutz : Oettinger dringt auf Erprobung der CCS-Technologie in Deutschland

EU-Energiekommissar Günther Oettinger ermuntert das Land Brandenburg, Projekte zur Erprobung der neuen Technologie voran zu treiben. Mehrere Bundesländer wollen keine unterirdischen Speicher für das klimaschädliche Kohlendioxid.

EU-Energiekommissar Günther Oettinger
EU-Energiekommissar Günther OettingerFoto: dpa

Nach dem Beschluss des Bundestages zur Erprobung der umstrittenen CCS-Technologie dringt EU-Energiekommissar Günther Oettinger auf einen Test im industriellen Maßstab in Deutschland. „Die großtechnische Erprobung von CCS ist notwendig“, sagte Oettinger dem Tagesspiegel. Mit Blick auf EU-Fördergelder warnte der Energiekommissar das Land Brandenburg und den Energiekonzern Vattenfall davor, konkrete Entscheidungen zur weiteren Entwicklung der Speichertechnologie aufzuschieben. „Es ist jetzt höchste Zeit, mit entsprechenden Projektentscheidungen voranzukommen, wenn die EU-Mittel noch abgerufen werden sollen“, sagte Oettinger.

Die EU-Kommission fördert insgesamt sechs Projekte zu CCS (Carbon Capture and Storage) in den EU-Mitgliedstaaten mit insgesamt einer Milliarde Euro. Vattenfall möchte im brandenburgischen Jänschwalde ein Kraftwerk zur Demonstration der CCS-Technologie errichten. Oettinger mahnte, trotz der vom Bundestag beschlossenen Ausstiegsmöglichkeit für die Bundesländer die Technologie weiterzuverfolgen. Wenn in Deutschland im Zuge des Atomausstiegs verstärkt auf Gaskraftwerke gesetzt werde und Kohle im Energiemix eine stärkere Rolle spiele, „dann bekommt die Speicherung von Kohlendioxid eine noch größere Notwendigkeit“, sagte der EU-Kommissar.

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