Politik : Neues Schuljahr bringt mehr Neues denn je

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Berlin Wenn sich die 350000 Berliner Schüler und 32000 Lehrer heute nach den Sommerferien wieder in den Klassen versammeln, erwarten sie zahlreiche Neuerungen. Die Grundschulen etwa garantieren jetzt eine Betreuung der Kinder von 7.30 bis 13.30 Uhr, auch wenn der Unterricht selbst nicht so lange dauert.

An 27 von 400 Grundschulen werden die Schüler der ersten beiden Klassen künftig gemeinsam unterrichtet – und ein begabtes Kind kann bereits nach einem Jahr in die dritte Klasse wechseln, während ein langsameres für die beiden Klassen auch drei Jahre Zeit bekommen kann. Bis zum Schuljahr 2007/08 soll das an allen Grundschulen so gehandhabt werden. Erste Klassen mit mehr als 40 Prozent Ausländeranteil brauchen zudem nicht 25, sondern nur 20 Schüler aufzunehmen.

Der mittlere Schulabschluss (früher Mittlere Reife) wird nicht mehr einfach erworben, indem der Schüler die zehnte Klasse beendet. Nun gibt es Prüfungen in den Hauptfächern. Die Zwölftklässler erhalten neue Rahmenpläne. Sie dienen auch der Vorbereitung auf das Berliner Zentralabitur, das erstmals 2007 geschrieben werden soll. In den sechsten Klassen werden zwei Wochenstunden mehr gegeben. Dieser Jahrgang soll das Abitur erstmals in zwölf Jahren ablegen.

Mit der Einschulung der Erstklässler erwarten viele Eltern und Lehrer Probleme. Da die Schulpflicht in Berlin nun bereits mit fünfeinhalb Jahren einsetzt, müssen die Schulen eine Rekordzahl an Kindern neu aufnehmen: 41 000. Mancherorts sind noch nicht einmal die nötigen Möbel für die Klassenzimmer eingetroffen. Tsp

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