Politik : Neun Kinder bei Anschlag auf Schule in Afghanistan getötet

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Kabul Bei einem Bombenanschlag nahe einer Schule in der südostafghanischen Provinz Paktia sind neun Kinder getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Das zehnte Todesopfer der Explosion vom Samstag sei ein Erwachsener, teilten die US-Streitkräfte in Afghanistan am Sonntag mit. Provinzgouverneur Asadullah Wafa sagte, bei dem Sprengsatz habe es sich um eine Mine gehandelt. Für den Anschlag seien „die Feinde des afghanischen Volkes“ verantwortlich.

Die Taliban wiesen jede Verantwortung zurück. Sprecher Mufti Abdul Latif Hakimi sagte: „Die Taliban greifen niemals Kinder an.“ In der Vergangenheit haben die radikalislamischen Rebellen aber mehrfach Schulen niedergebrannt oder bedroht. Unter den Ende 2001 gestürzten Taliban war Mädchen der Schulbesuch verboten. Im Süden und Südosten Afghanistans kommt es immer wieder zu Angriffen der Taliban. Bei einem diesen radikalen Islamisten zugeschriebenen Anschlag im südafghanischen Kandahar waren Anfang Januar sechs Kinder unter den zehn Todesopfern.

In der südafghanischen Provinz Zabul töteten US-Spezialkräfte und afghanische Soldaten unterdessen bei einem einstündigen Feuergefecht einen Rebellenführer. Rozi Khan sei unter anderem für Entführungen von Mitarbeitern von Hilfsorganisationen und für zahlreiche Angriffe auf Koalitionstruppen verantwortlich, teilten die US-Streitkräfte am Sonntag mit. „Khan stellte eine ernste Bedrohung für die Sicherheit Afghanistans dar.“ Bei den Kämpfen seien 22 Rebellen gefangen genommen worden. dpa

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