Politik : Neuordnung der Wahlkreise: Der Osten verliert Mandate

Robert von Rimscha

Der neue Zuschnitt der Wahlkreise infolge der Verkleinerung des Bundestags steht fest. Am Dienstag hat das Statistische Bundesamt eine entsprechende Karte präsentiert. Statt 328 werden es nur noch 299 Wahlkreise sein. Insgesamt 75 Stimmbezirke erhalten neue Grenzen. In der Ende 2002 beginnenden Legislaturperiode soll der Bundestag so auf nur noch 598 Abgeordnete (ohne Überhangmandate) schrumpfen. Bislang sitzen 666 Abgeordnete im Plenum. 14 der 16 Bundesländer verlieren Wahlkreise. Nordrhein-Westfalen büßt sieben von 71 ein, Sachsen vier von 21, Sachsen-Anhalt drei von 13. Die Neuen Länder werden als Folge des Bevölkerungsverlusts proportional schwächer vertreten sein als bislang. Nur Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein behalten ihr Gewicht.

Dem nächsten Bundestag werden führende Vertreter der Kohl-Ära nicht mehr angehören. Der Ex-Kanzler und seine Minister Waigel, Seiters, Bohl, Geißler, Schwaetzer, Schmidt-Jortzig und Blüm scheiden aus. Der frühere Arbeitsminister verteidigte die Verkleinerung. Mit der Einheit sei das Parlament zu Recht gewachsen, sagte Blüm. "Die Größe muss aber eine Grenze haben", sonst werde der Bundestag zur Kundgebungstribüne.

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