Neuregelung : Länder einigen sich auf Änderungen beim Glücksspielstaatsvertrag

Die Länder haben sich grundsätzlich auf Eckpunkte für eine Neuregelung des Glücksspielmarktes verständigt. Bei Sportwetten sollen bundesweit an private Anbieter sieben Konzessionen vergeben werden.

Bei Sportwetten sollen bundesweit an private Anbieter sieben Konzessionen vergeben werden.
Bei Sportwetten sollen bundesweit an private Anbieter sieben Konzessionen vergeben werden.Foto: dpa

Die Länder wollen den Glücksspielmarkt neu regeln und bei Sportwetten Lizenzen an private Anbietern vergeben. Das teilten der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) und sein Amtskollege aus Sachsen-Anhalt, Wolfgang Böhmer (CDU), am Mittwoch nach einem Sondertreffen der 16 Länder in Berlin mit. Die Eckpunkte für einen neuen Glücksspiel-Staatsvertrag werden von 15 Ländern unterstützt, Schleswig-Holstein geht bisher einen eigenen Weg.

Bei Sportwetten sollen bundesweit an private Anbieter sieben Konzessionen vergeben werden. Deren Auswirkungen - unter anderem auf die Spielsucht - sollen nach fünf Jahren überprüft werden. Bei Fußballspielen soll künftig nur noch auf das Endergebnis und nicht mehr auf Zwischenergebnisse oder den nächsten Torschützen gewettet werden können.

Der aktuelle Glücksspiel-Staatsvertrag läuft Ende des Jahres aus. Der Vertrag muss nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs neu gefasst werden. Demnach ist ein staatliches Monopol nur zulässig, wenn es die Suchtgefahr bei allen Spielarten konsequent bekämpft. Für die Sportwetten gibt es derzeit keine einheitliche Regelung. (dpa)

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