• Newsblog zu Massaker in Orlando: FBI: Täter nicht Teil eines internationalen Terror-Netzwerks

Newsblog zu Massaker in Orlando : FBI: Täter nicht Teil eines internationalen Terror-Netzwerks

Ein Mörder, 50 Tote: Das Attentat auf einen bei Homosexuellen beliebten Nachtclub in Orlando schockiert die Welt. Die Tragödie beeinflusst auch den US-Wahlkampf. Die Entwicklungen im Newsblog.

von , und Claudia Cohnen-Beck
Auch in London wird um die Opfer des Anschlags von Orlando getrauert.
Auch in London wird um die Opfer des Anschlags von Orlando getrauert.Foto: AFP

Der Angriff auf einen bei Homosexuellen beliebten Nachtclub in Florida hat die Welt erschüttert. Vor allem weil der mutmaßliche Attentäter, den die Polizei bei der Geiselbefreiung erschoss, sich zu der Terrormiliz "Islamischer Staat" bekannt hat.

+++ Clinton erinnert an Geist von 2001: US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton erinnerte die Amerikaner an den Geist von 2001, den Zusammenhalt nach den Terrorangriffen in New York und Washington. Alle politischen Kräfte hätten gemeinsam nach Lösungen gesucht, unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit.

„Präsident Bush ging nur sechs Tage nach den Angriffen in ein muslimisches Zentrum“, sagte Clinton. Die amerikanischen Muslime müssten einbezogen werden in den Kampf gegen den Terror.

+++ Trump nutzt Orlando-Massaker für Rundumschlag: Donald Trump hat den Terrorakt in Orlando für scharfe Angriffe auf seine Rivalin Hillary Clinton sowie Präsident Barack Obama genutzt. „Hillary Clinton hat noch immer keine Ahnung, was radikaler Islamismus bedeutet“, sagte Trump bei einer Wahlkampfkundgebung. Präsident Barack Obama sprach er jede Kompetenz im Umgang mit Migration ab. „Er weiß nicht, was er tut.“ Trump erneuerte seinen Vorschlag, Muslimen vorübergehend die Einreise in die USA zu verweigern.

„Wir können den Bann wieder lockern, wenn wir in der Lage sind, sie genau zu überprüfen“, sagte Trump. „Wir können nicht weiterhin Tausenden und Abertausenden Menschen erlauben, in unser Land zu strömen, von denen viele das gleiche Gedankengut haben, wie dieser brutale Killer“, sagte er mit Blick auf das Massaker von Orlando. Er sprach in Bezug auf in die USA kommenden Flüchtlinge aus Syrien von einer „besseren, größeren Version des Trojanischen Pferdes“. „Viele Prinzipien des radikalen Islamismus sind nicht vereinbar mit westlichen Werten und Institutionen“, erklärte Trump. „Sie versklaven Frauen und ermorden Schwule“, sagte Trump. „Ich will sie nicht in unserem Land haben.“

+++ Obama: Islamistische Online-Propaganda bekämpfen: Nach Ermittlungen des FBI war der mutmaßliche Todesschütze von Orlando nicht Teil eines internationalen Netzwerks. Das sagten US-Präsident Barack Obama und FBI-Direktor James Comey am Montag. Der Schütze habe sich während der Attacke telefonisch sowohl zum Islamischen Staat (IS) bekannt als auch zu den Attentätern des Boston-Marathons und zur Al-Nusra-Front. Vor einigen Jahren habe er gesagt, er sympathisiere mit der Hisbollah und mit Al-Kaida. Diese Organisationen rivalisieren, die Boston-Attentäter haben mit dem IS nichts zu tun. Comey sagte, die Angaben passten nicht zueinander. Er werde dem Attentäter nicht den Gefallen tun, dessen Namen auszusprechen.

Obama und Comey sagten aber, es gebe Anzeichen, dass der Täter sich radikalisiert habe. Er sei von verschiedenen Quellen über das Internet extremistisch inspiriert worden. Der IS-Radiosenders Al-Bajan hatte am Sonntag behauptet, Mateen sei ein Kämpfer der Terrormiliz gewesen. Auch eine IS-nahe Nachrichtenagentur hatte das angegeben.

Obama sagte, der Angriff zeige, dass islamistische und extremistische Online-Propaganda genauso bekämpft werden müsse wie Terroristen im Ausland. Er sagte, die auf Orlando folgende Diskussion dürfe sich in den USA weder ausschließlich um Waffen noch ausschließlich um Terrorismus drehen, sondern sehr umfassend sein.

Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton bei einem Wahlkampfauftritt am Montag in Cleveland im Bundesstaat Ohio.
Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton bei einem Wahlkampfauftritt am Montag in Cleveland im Bundesstaat...Foto: REUTERS

+++ Hillary Clinton spricht von "radikalem Islamismus": In einem Interview mit dem Fernsehsender CNN hat die demokratische Präsidentschaftsbewerberin, Hillary Clinton, klargestellt, sie scheue sich nicht, die Worte "radikaler Islamismus" im Zusammenhang mit dem Attentat von Orlando zu verwenden. Aus ihrer Perspektive sei es aber wichtiger, "was wir tun als was wir sagen". Sie reagierte damit auf eine Attacke des republikanischen Bewerbers um das Präsidentenamt, Donald Trump. Dieser hatte Clinton am Sonntag aufgefordert, aus dem Wahlkampfrennen auszusteigen, wenn ihr die Worte "radikaler Islamismus" nicht über die Lippen kämen. Für heute Abend ist ein Statement Trumps mit Blick auf den Anschlag angekündigt.

+++ Behörden verteidigen Vorgehen bei Einsatz: Mit der gewaltsamen Erstürmung des Clubs "Pulse" habe die Polizei viele Menschenleben gerettet, sagte Orlandos Polizeichef Paul Mina am Montag. Ob einige der 49 Opfer auch durch Polizeikugeln starben, blieb weiterhin unklar.

+++ FBI-Chef: Radikalisierung im Internet: FBI-Chef James Comey erklärte, der mutmaßliche Attentäter habe sich offensichtlich vor der Tat über das Internet radikalisiert. Unklar sei weiterhin, ob er Teil eines extremistischen Netzwerks war. Seine Ex-Frau bezeichnete den 29-Jährigen zwar als labilen, aufbrausenden und gewalttätigen Menschen. Sie habe aber "keinerlei Anzeichen" für eine Radikalisierung gehabt. Nach den Worten von US-Präsident Barack Obama gibt es bislang keine "klaren Hinweise" darauf, dass der Angriff aus dem Ausland gesteuert worden sei, obwohl der IS sich ein weiteres Mal zu der Tat bekannte.

Das FBI hatte den mutmaßlichen Angreifer in der Vergangenheit drei Mal wegen islamistischer Tendenzen vernommen, die Ermittlungen aus Mangel an Beweisen eingestellt. Trotz der Vernehmungen arbeitete Mateen bei einer der größten Sicherheitsfirmen in den USA und hatte zwei Waffenscheine, mit denen er sich Tage vor dem Massaker seine beiden Waffen kaufte.

+++ Trauer-Andacht am Montagabend in Berlin: In der Schöneberger Apostel-Paulus-Kirche wird es ab 20 Uhr 30 eine Trauerandacht für die Opfer in Orlando geben. Geöffnet wird die Kirche zum stillen Gedenken bereits ab 20 Uhr. Die Kirche liegt in der Akazienstraße am U-Bahnhof Eisenacher Straße, also in unmittelbarer Nähe des queeren Kiezes am Nollendorfplatz.

+++ Obama: Keine Anzeichen, dass Massaker international gesteuert wurde: Das Massaker von Orlando war nach Worten von US-Präsident Barack Obama weder Teil eines größeren Terrorplans noch international gesteuert. Obama sagte am Montag im Weißen Haus, es gebe aber Anzeichen, dass der Täter von verschiedenen Quellen über das Internet extremistisch inspiriert worden sei. Die Untersuchungen dauerten an. Obama war zuvor von Ermittlern und Anti-Terrorspezialisten informiert worden.

Wird am Montagabend in Regenbogenfarben leuchten: Der Eiffelturm in Paris.
Wird am Montagabend in Regenbogenfarben leuchten: Der Eiffelturm in Paris.Foto: Maison de la France

+++ Gedenken in der ganzen Welt: Nicht nur in Berlin, sondern auf der ganzen Welt wurde am Montag der Opfer von Orlando gedacht. Hunderte Menschen kamen zum Beispiel in Seoul, Hongkong, Sydney und Wellington (Neuseeland) zusammen. Auch vor der US-Botschaft in Bangkok legten viele Menschen Blumen ab. In Sydney wurde die berühmte Harbour Bridge in Regenbogenfarben angeleuchtet, in New York das One World Trade Centre.

Die Welt gedenkt der Opfer von Orlando
Eiffelturm in Regenbogenfarben: Gedenken an die Opfer von Orlando in ParisWeitere Bilder anzeigen
1 von 18Foto: dpa
13.06.2016 17:26Eiffelturm in Regenbogenfarben: Gedenken an die Opfer von Orlando in Paris

+++ Pariser Eiffelturm in Regenbogenfarben: Im Gedenken an die 50 Getöteten werde das Wahrzeichen am Montagabend in den Regenbogenfarben angeleuchtet, hieß es am Montag auf dem Twitteraccount des Eiffelturms. Der Tweet war mit den Hashtags #ParisStandsWithOrlando #LGBT und #LoveWins versehen. Auch das Pariser Rathaus hisste am Montag ein Regenbogen-Banner, wie der Erste Beigeordnete Bruno Julliard bekanntgab. Paris war im vergangenen Jahr Ort verheerender Anschläge. Bei den Attacken zuletzt im November wurden fast 150 Menschen von Terrorkommandos getötet.

+++Solidaritätsbekundungen in Israel: Staatspräsident Reuven Rivlin sprach von einem „feigen und abscheulichen Angriff“, wie sein Büro am Montag mitteilte. Auch Regierungschef Benjamin Netanjahu verurteilte die „bösartige Attacke“. Das Gebäude der Tel Aviver Stadtverwaltung war am Sonntagabend abwechselnd in Regenbogenfarben und in den Farben der US-Flagge erleuchtet.

+++ Clinton warnt vor Dämonisierung des Islam: Die US-Präsidentschafts-Bewerberin Hillary Clinton warnt vor der Dämonisierung einer ganzen Religion. Es sei falsch, kontraproduktiv und gefährlich, sich nun gegen alle Muslime zu wenden, sagte die Demokratin am Montag im TV-Sender MSNBC. Ihr republikanischer Rivale Donald Trump liege vollkommen falsch, wenn er muslimischen Flüchtlingen die Einreise in die USA verbieten wolle. Es sei möglich, Amerikaner zu schützen und gleichzeitig überprüfte Hilfesuchende aufzunehmen. Trump hatte nach Bekanntwerden des Massakers bekräftigt, Muslimen sollte die Einreise verboten werden.

Clinton forderte dagegen, unter anderem die Sicherheitsvorschriften beim Verkauf von Waffen zu verschärfen. Trump warf in einem Telefon-Interview des Senders CNN der muslimischen Gemeinschaft in den USA vor, den Behörden keine Hinweise auf potenzielle Gefährder zu geben. Er gehe davon aus, dass der Todesschütze Omar Mateen seinen Glaubensbrüdern als potenziell gewalttätig aufgefallen sei. Man müsse die Moscheen und die Glaubensgemeinschaften überwachen. "Und glauben Sie mir, die Gemeinden kennen die Leute, die ein Potenzial zum explodieren haben", sagte Trump.

+++ Waffe des Attentäters auch in Deutschland erhältlich. "Bis heute dürfen rund eine Million deutsche Schützen mit den gleichen „Sportwaffen“ schießen, wie sie bei den Amokläufen in Winnenden, Erfurt, auf Utøya und auch bei den Massakern in Newtown, Aurora und Orlando benutzt wurden – mit Glock- und Beretta-Pistolen und auch mit halbautomatischen AR-15-Gewehren." Das schreibt die Organisation "Keine Mordwaffen als Sportwaffen" und fordert eine Verschärfung der Waffengesetze.

+++ "Berichterstattung ist verstörend." Der Berufsverband schwuler Führungskräfte ist bestürzt über die Blutat von Orlando - und kritisiert auch die Medienberichterstattung in Deutschland heftig. Vorsitzender René Behr sagte: "Die Debatte, ob der Hintergrund des Täters islamistisch oder schwulenfeindlich war, irritiert mich sehr. Jeder politisch oder religiös motivierte Extremismus sucht sich gesellschaftlich schwache Gruppen als Opfer." Gegen Pauschalurteile gegen ganze Bevölkerungsgruppen wendet sich Behr entschieden. "Eine Mitschuld von anderen Muslimen oder Migranten zu konstruieren, ist absurd."

+++ Wann rief der Täter an? Der Angreifer von Orlando hat nach seinen ersten Schüssen beim Polizeinotruf 911 angerufen und sich dort zum Islamischen Staat bekannt. Das sagte der örtliche Polizeichef John Mina am Montagmorgen (Ortszeit) in Orlando vor Medien. Bisher hatte es verschiedene Angaben über den Zeitpunkt des Anrufs gegeben. Am Sonntag hatte es noch geheißen, Angreifer Omar Mateen habe sich vor seiner Tat zum IS bekannt. Mina sagte, Mateen habe vermutlich aus einer Toilette angerufen, in der er sich verschanzt hatte. Im Auto Mateens wurde eine dritte Waffe gefunden, die bisher nicht näher bezeichnet wurde.

+++ Neue Details zum Polizeieinsatz: Die Polizei hat zur Befreiung der Geiseln des Todesschützen von Orlando mit einem gepanzerten Fahrzeug ein Loch in die Außenmauer gerammt. Polizeichef John Mina sagte am Montag in Orlando im US-Bundesstaat Florida, die Beamten hätten erst versucht, ein Loch in die Wand zu sprengen, um Menschen zu befreien, die der Todesschütze in einen Waschraum gesperrt habe. Die Explosion habe jedoch nicht ausgereicht, um einen Fluchtweg freizusprengen. Deshalb seien die Polizisten dann mit dem Fahrzeug gegen die Mauer gefahren. „Wir hatten zu diesem Zeitpunkt den Eindruck, dass sonst der Tod weiterer Menschen zu erwarten gewesen wäre“, fügte Mina hinzu. Anschließend hätten sich zahlreiche Besucher des Nachtclubs durch das Loch ins Freie gerettet. Auch der Todesschütze habe das Gebäude durch dieses Loch im Mauerwerk verlassen. Dabei habe er weiter geschossen.

+++ Hunderte trauern in Berlin: Am Montagmittag sind Hunderte dem Aufruf des Lesben- und Schwulenverbandes gefolgt, vor der US-Botschaft am Brandenburger Tor der Opfer des Massakers von Orlando zu gedenken und ihre Solidarität mit den Angehörigen zu bekunden.

+++ IS bekennt sich erneut: Der Attentäter von Orlando war nach Angaben der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) ein Unterstützer der Organisation. "Einer der Soldaten des Kalifats in den USA hat einen Angriff ausgeführt, bei dem ihm der Zugang zu einem Treffen der Kreuzzügler in einem Nachtklub für Homosexuelle in Orlando, Florida gelungen ist", hieß es am Montag in einer Erklärung des offiziellen IS-Radios Al Bajan. Zuvor hatte sich die IS-Miliz bereits laut der IS-nahen Agentur Amaq zu dem Angriff von Orlando bekannt. Auch dort hatte es geheißen, der Attentäter sei ein "Kämpfer des Islamischen Staats" gewesen.

+++ Viele Prominente sind fassungslos: US-Musikerin Lady Gaga (30) sagte: „Es ist eine traumatische und emotionale Zeit für viele Menschen. Ich träume von einer Welt, die sich darüber Gedanken macht, wie wir diese Gewalt ändern können.“
- Popstar Justin Timberlake (35): „Ich hoffe, wir wachen irgendwann auf und realisieren, dass wir ALLE GLEICH sind. Nur Menschen. Eine Gattung. Die nur GELIEBT werden will.“
- Latino-Sänger Ricky Martin (44): „Ich bin schwul, und ich habe keine Angst. Liebe erobert alle.“
- „Family Guy“-Schöpfer Seth MacFarlane (42): „Diese Schießereien sind eine wiederkehrende Erscheinung. Man kann nicht mehr „geschockt“ sein, solange man nichts unternimmt, um sie zu stoppen. Verbietet automatische Waffen.“
- Whistleblower Edward Snowden (32): „Wenn er gemordet hat, weil er zwei küssende Männer gesehen hat, sage ich: Findet jemanden zum Küssen. #WähltLiebe.“

Trauer um die Opfer von Orlando bei einer Gay Pride Parade in Los Angeles
Trauer um die Opfer von Orlando bei einer Gay Pride Parade in Los AngelesFoto: AFP/Mark Ralston

+++ Nachahmer befürchtet: Deutsche Sicherheitsexperten sehen eine Gefahr, dass sich Islamisten durch das Blutbad in Orlando zu Angriffen auf Schwule und Lesben oder auch auf größere Menschenmengen animiert fühlen. „Wir müssen immer mit Nachahmertaten rechnen“, sagte ein Experte am Montag. Eine weiter gesteigerte Gefahr für die Europameisterschaft in Frankreich sei aber derzeit nicht zu erkennen.

+++ Gedenken in Berlin: Vor der US-Botschaft in Berlin soll heute der Opfer des Massakers in Orlando gedacht werden. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Berlin-Brandenburg hat dazu aufgerufen. Vertreter des Verbandes wollten um 12.00 Uhr am Pariser Platz Blumen niederlegen. Alle Menschen, die sich gegen Hass, Homophobie und Transphobie wenden, seien eingeladen, sich anzuschließen und Blumen niederzulegen, hieß.

+++ Homophobie und Islamismus: Der religionspolitische Sprecher der Grünen, Volker Beck, kritisiert die bisherigen Debatten über das Blutbad: „Es verwundert etwas, wenn in der Berichterstattung der homophobe Hintergrund der Tat als Alternative zum islamistischen oder terroristischen Hintergrund der Tat diskutiert wird“, sagte Beck am Montag: „Die Homophobie ist integraler Bestandteil des Islamismus.“
+++ Klare Worte von Merkel: Deutschland wird nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel auch nach dem Massaker im amerikanischen Orlando an seinem liberalen Kurs festhalten. "Wir sind fest entschlossen, auch wenn solche mörderischen Anschläge uns in tiefe Trauer versetzen, unser offenes und tolerantes Leben fortzusetzen", sagte Merkel am Montag in einer Pressekonferenz mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang. Es sei erschreckend, dass "Hass und Bösartigkeit eines einzelnen Menschen über 50 Menschen das Leben gekostet" habe.

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Massaker von Orlando: Eine Nation trauert
Massaker von Orlando: Eine Nation trauert

+++ New York in Trauer: Aus Solidarität mit den Opfern des Anschlags erstrahlte der Mast des World Trade Centers in New York in der Nacht zum Montag in den Regenbogenfarben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich bei ihrem China-Besuch zum Orlando-Anschlag geäußert.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich bei ihrem China-Besuch zum Orlando-Anschlag geäußert.Foto: dpa/Rainer Jensen

Bürgermeister Bill de Blasio hatte angeordnet, alle Flaggen auf Halbmast zu setzen. Die Lichter des Empire State Buildings in Manhattan wurden ausgeschaltet, um den Schmerz über das schlimmste Massaker eines Einzeltäters in der Geschichte der USA zu zeigen.
Hunderte Menschen versammelten sich am Sonntagabend in Greenwich Village, einem bei Schwulen und Lesben besonders beliebten Stadtteil New Yorks. Sie legten Blumen nieder und stellten Kerzen auf, daneben war ein Schild aufgestellt, auf dem stand: "Stoppt den Hass."

+++ Trump prescht vor: Der US-Präsidentschaftskandidat der Republikaner, Donald Trump, fordert US-Präsident Barack Obama zum Rücktritt auf, weil dieser in seiner Stellungnahme nicht die Worte „radikaler Islamismus“ benutzte. Trump selbst geriet unter Beschuss, weil seine Äußerungen wie Besserwisserei gedeutet wurden und er zunächst kein Wort für die Hinterbliebenen übrig hatte. (mit dpa, KNA, AFP)


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