• Newsticker zur Terror-Fahndung in Boston: Obama wird von Top-Sicherkeitskräften auf dem Laufenden gehalten
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Newsticker zur Terror-Fahndung in Boston : Obama wird von Top-Sicherkeitskräften auf dem Laufenden gehalten

Am Freitagnachmittag (Ortszeit) veröffentlichte das Weiße Haus ein Foto eines Treffens von Präsident Obama mit hochrangigen Sicherheitsleuten. In Boston herrscht derweil eine Ausgangssperre, mehrere Großveranstaltungen wurden abgesagt.

Obama wird von hochrangigen Sicherheitskräften über die Lage in Boston informiert. Foto: AFP
Obama wird von hochrangigen Sicherheitskräften über die Lage in Boston informiert.Foto: AFP

Großfahndung, ein toter Verdächtiger und einer auf der Flucht: Nach dem Terroranschlag auf den Boston-Marathon überschlagen sich die Ereignisse. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, die Lage ist weiter unübersichtlich. In unserem Live-Ticker halten wir Sie über alle weiteren Ereignisse auf dem Laufenden.

+++21.55 Uhr+++

US-Präsident Barack Obama und sein Vize Joe Biden sind im abhörsicheren „Situation Room“ im Weißen Haus über die Fahndung nach den Terrorverdächtigen von Boston informiert worden.
Regierungssprecher Jay Carney veröffentlichte am Freitagnachmittag (Ortszeit) ein Foto des Treffens im Fotodienst Flickr. Unterrichtet wurde Obama vom Direktor der Bundespolizei FBI, Robert Mueller, und Heimatschutzministerin Janet Napolitano. Auch der Chef des Geheimdienstes CIA, John Brennan, sowie Außenminister John Kerry seien dabei gewesen. Obama sei auch schon in der Nacht regelmäßig über die Geschehnisse in Boston auf dem Laufenden gehalten worden.

+++21.50 Uhr+++

Wegen der Terrorfahndung nach dem mutmaßlichen Bombenleger von Boston sind am Freitagabend viele Großveranstaltungen ausgefallen. Das Baseball-Spiel der Red Sox im mehr als 40 000 Zuschauer fassenden Fenway-Park-Stadion wurde abgesagt, ebenso das Eishockey-Match der Boston Bruins in der TD-Garden-Arena. Man wolle keine Einsatzkräfte der Polizei binden, die auf der Suche nach dem Terrorverdächtigen benötigt würden, hieß es zur Begründung. Auch das bekannte Symphonieorchester der Stadt ließ eine Vorführung ausfallen.

Auch andere Einrichtungen blieben geschlossen. Die Polizei verhängte in der Stadt eine Ausgangssperre.

Die Polizei durchkämmt die Gegend systematisch, in der sich der Verdächtige mutmaßlich aufhält. Foto: AFP
Die Polizei durchkämmt die Gegend systematisch, in der sich der Verdächtige mutmaßlich aufhält.Foto: AFP

+++19.00 Uhr+++

Der gesuchte mutmaßliche Bombenleger von Boston ist nach Polizeiangaben weiterhin nicht gefunden worden. Es seien Fortschritte bei der Suche gemacht worden, aber es gebe bisher „keine Festnahme“, sagte Polizeioffizier Timothy Alben bei einer Pressekonferenz am Freitagmittag (Ortszeit). Die Suche in Watertown werde von Haus zu Haus und Tür zu Tür fortgesetzt. Bisher seien rund 60 Prozent der Gegend durchkämmt worden, in der der Verdächtige vermutet wird.

Alben kündigte für den Nachmittag eine „kontrollierte Sprengung“ in einer Straße im Vorort Cambridge an, wo die Brüder die gelebt hätten. Die Bürger in Boston sollten weiterhin in ihren Häusern bleiben, sagte Gouverneur Deval Patrick.

Der Onkel der mutmaßlichen Bombenleger distanziert sich von seinen Neffen. Foto: dpa
Der Onkel der mutmaßlichen Bombenleger distanziert sich von seinen Neffen.Foto: dpa

+++18.05 Uhr+++

Nach den Bombenanschlägen von Boston hat sich ein Mann, der laut US-Medien ein Onkel der mutmaßlichen Täter ist, geschockt und beschämt gezeigt. „Was sie taten, ist eine Schande“, schrie er am Freitagmorgen in die Mikrofone zahlreicher Journalisten vor seinem Haus. Der Anschlag sei abscheulich. „Sie haben es nicht geschafft, sich ein Leben aufzubauen und hassten deshalb alle anderen“, sagte Ruslan Tsarni.

Er habe seit Jahren nichts mit seinen Neffen zu tun gehabt, zuletzt im Dezember 2005. „Wir sind schockiert und fühlen mit den Opfern“, sagte er. „Ich hätte mir nie vorstellen können, dass Kinder meines Bruders an so etwas beteiligt sind.“ Er sei Tschetschene, genau wie seine Neffen, und Muslim. „Aber das hat alles nichts mit Religion zu tun.“ Jemand habe die beiden Jungen radikalisiert, „aber es war nicht mein Bruder“. Er respektiere die USA als Land, das jedem eine Chance gebe, sagte Tsarni.

Menschen verlassen ihr Haus - in der Nähe vermutet die Polizei den flüchtenden Verdächtigen. Foto: Reuters
Menschen verlassen ihr Haus - in der Nähe vermutet die Polizei den flüchtenden Verdächtigen.Foto: Reuters

+++17.05 Uhr+++

Nach Stunden der Großfahndung in Boston nach den mutmaßlichen Bombenlegern des Marathons hat es am Freitagvormittag (Ortszeit) Bewegung gegeben. Polizisten eilten aufgeregt und mit gezogenen Waffen auf einen Punkt im Vorort Watertown zu, wie auf Fernsehbildern des US-Senders CNN zu sehen war. Reporter wurden aufgefordert, zurückzugehen. Seit Stunden wird nach einem 19-Jährigen gesucht, sein Bruder wurde bei einem Festnahmeversuch getötet.

+++17.00 Uhr+++

Die Polizei hat nach eigenen Angaben ein Auto gefunden, mit dem der mutmaßliche Bombenleger von Boston auf der Flucht gewesen sein soll. Beamte sichteten den grauen Honda am Freitagvormittag (Ortszeit) verlassen. Der Wagen wurde sofort von Experten untersucht. Zuvor hatte die Polizei öffentlich nach dem Wagen gefahndet und davor gewarnt, sich ihm zu nähern.DD

Die Polizei hat die Fernsehteams vor Ort gewarnt, ihre Arbeit nicht zu erschweren. Foto: AFP
Die Polizei hat die Fernsehteams vor Ort gewarnt, ihre Arbeit nicht zu erschweren.Foto: AFP

+++ 15.11 Uhr +++

Die Polizei von Boston warnt Fernsehteams, ihre Arbeit durch die Übertragungen zu erschweren. „WARNUNG: Gefährden Sie nicht die Sicherheit der Beamten, indem sie ihre taktischen Positionen der durchsuchten Häuser im Fernsehen zeigen“, hieß es von den Ermittlern am Freitagmorgen per Twitter.

+++ 15.04 Uhr +++

Der bei der Fahndung getötete Terrorverdächtige von Boston wies nach Angaben eines Arztes schwere Verletzungen auf. Diese rührten sowohl von Schüssen als auch von einer Explosion her. Zunächst war nicht klar, was letztlich tödlich war.

+++ 14.42 Uhr +++

Während der Fahndung nach den Terrorverdächtigen von Boston ist auch der Luftraum der Metropole gesperrt worden. In Boston würden keine Flüge ankommen und abgehen, meldete CNN. Bereits am Montag direkt nach dem Anschlag auf den Boston Marathon war der Luftraum gesperrt worden, kommerzielle Flüge zum internationalen Logan Airport waren aber weitergegangen.

Die Polizei weitete die Ausgangssperre auf die gesamte Stadt aus. Foto: AFP
Die Polizei weitete die Ausgangssperre auf die gesamte Stadt aus.Foto: AFP

+++ 14.36 Uhr +++

Auf ihrer Flucht vor der Bostoner Polizei hat einer der Terrorverdächtigen wohl den anderen angefahren. CNN meldete am Freitagmorgen (Ortszeit), dass der eine Bruder den anderen mit einem geraubten Auto anfuhr und verletzte. Das sei offenbar im Chaos der Flucht geschehen.

+++ 14.22 Uhr +++

Bei der Suche nach dem Terrorverdächtigen von Boston hat die Polizei die Ausgangssperre auf die gesamte Großstadt ausgeweitet. „Bitte bleiben Sie zu Hause, schließen Sie die Tür ab und öffnen Sie nur Menschen, die sich eindeutig als Polizisten identifiziert haben“, sagte Gouverneur Deval Patrick am Freitagmorgen (Ortszeit). „Bitte bleiben Sie geduldig und arbeiten Sie mit uns zusammen“, sagte ein Polizist. „Wir machen gerade entscheidende Fortschritte, aber das könnte noch Stunden anhalten.“ Die Situation sei sehr ernst und jeder solle sie so behandeln. „Bitte befolgen Sie die einfachen Regeln. Wir brauchen die Öffentlichkeit, bleiben Sie in Sicherheit.“

Großeinsatz in Boston
Jubel in den USA: Der mutmaßliche zweite Bombenleger von Boston wurde gefasst. Foto: afpWeitere Bilder anzeigen
1 von 26Foto: afp
20.04.2013 08:00Jubel in den USA: Der mutmaßliche zweite Bombenleger von Boston wurde gefasst.

+++ 14.06 Uhr ++

Im Bostoner Vorort Watertown ist bei der Suche nach dem als Bombenleger verdächtigten Mann auch Militär im Einsatz. CNN zeigte am Freitagmorgen patrouillierende Gefechtsfahrzeuge, vermutlich von der Nationalgarde. Zumindest einige Fahrzeuge trugen allerdings das üblicherweise oben angebrachte Maschinengewehr nicht.

+++ 13.55 Uhr +++

Die Polizei von Boston durchsucht jedes einzelne Haus im Vorort Watertown nach dem Verdächtigen. Die Ermittler teilten per Twitter mit, dass uniformierte Beamte eine „Door-to-door search“ (Tür-zu-Tür-Suche) machen würden.

+++ 13.20 Uhr +++

Die beiden Verdächtigen im Zusammenhang mit dem Doppelanschlag von Boston sind einem Medienbericht zufolge Brüder tschetschenischer Herkunft. Der am Freitagmorgen getötete 20-Jährige habe zunächst in Kasachstan gelebt, bevor er in die USA ausgewandert sei, meldete CNN. Er sei auf das Bunker Hill Community College gegangen. Der noch flüchtige Verdächtige sei als der 19-jährige Dzokhar Tsarnaev identifiziert worden. Die beiden Brüder lebten demnach in den USA und würden offiziell im Melderegister geführt.

+++ 12.53 Uhr +++

Der seit Stunden gesuchte zweite Verdächtige könnte nach Befürchtungen der Polizei einen Sprengsatz am Körper tragen. Die Fahnder würden sich auf diese Gefahr vorbereiten, meldete CNN am Freitagmorgen (Ortszeit). Spezialisten seien am Ort.

+++ 12.24 Uhr +++

Die Polizei setzt in Boston auch gepanzerte Fahrzeuge ein. CNN zeigte Aufnahmen von Spezialfahrzeugen mit schwer bewaffneten Polizisten an Bord. Zudem sollen Fahrzeuge im Einsatz sein, die speziell für die Entschärfung von Sprengsätzen ausgerüstet sind.

+++ 12.00 Uhr +++

Wegen der Fahndung nach dem zweiten mutmaßlichen Bombenleger von Boston hat die Polizei in der Metropole den Nahverkehr komplett unterbrochen. Zudem wurde in dem Vorort Watertown, dem Schwerpunkt des Polizeieinsatzes, der Verkehr für Privatfahrzeuge am Freitagmorgen gestoppt. Alle Menschen sollten in ihren Häusern bleiben, Geschäfte dürften nicht öffnen.

Keine U-Bahn und kein Bus fuhr am Morgen in der Großstadt. Die Polizei forderte Menschen an den Haltestellen und den Bahnhöfen auf, wieder nach Hause zu gehen. Die Anordnung traf die mit Abstand größte Stadt Neuenglands mitten im beginnenden Berufsverkehr. Die Harvard-Universität, bekanntester und größter Arbeitgeber im Vorort Cambridge, bleibt ebenfalls geschlossen.

Auch der Zugverkehr in und um Boston wurde komplett gestoppt. Die Bahngesellschaft Amtrak informierte am Freitagmorgen, dass keine Fernzüge nach oder von Boston fahren würden.

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