Politik : Nie ganz autonom

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Die inzwischen fast nur noch von Albanern bewohnte südserbische Provinz Kosovo ist seit Jahrzehnten Schauplatz von Konflikten zwischen Serben und Albanern. Schon 1974 erhielt das Kosovo in der jugoslawischen Verfassung ein sehr hohes Maß an Autonomie – die KosovoAlbaner verbinden damit das Ende der serbischen Willkürherrschaft. Doch mit dem Aufstieg des damaligen Präsidenten Slobodan Milosevic begann in den 90er Jahren der Kampf um die Wiederherstellung der territorialen Einheit Serbiens. Seit dem Kosovo-Krieg 1999 wird die Provinz von den UN verwaltet, nachdem die gewaltsame Vertreibung der Albaner durch die Serben von der Nato beendet worden war. Die Albaner wollen ein von Serbien unabhängiges Kosovo erreichen, die Serben zielen auf die Wiederherstellung der Souveränität Belgrads. Sie wollen Kosovo jedoch Autonomie einräumen. Für den 23. Oktober sind die nächsten Parlamentswahlen im Kosovo anberaumt. Es sind die zweiten Wahlen seit dem Ende des Kosovo-Krieges im Juni 1999. dpa/Tsp

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