Niedersachsen : Linke-Abgeordnete will Stasi zurück

Über 18 Jahre nach dem Fall der Mauer behauptet eine Abgeordneten der Partei Die Linke, dass an der DDR nicht alles schlecht war - nicht einmal die Stasi. Aus der Partei hagelt es Proteste.

HannoverDie niedersächsische Linke-Abgeordnete Christel Wegner hat einem ARD-Bericht zufolge die Wiedereinführung der DDR-Staatssicherheit gefordert. "Ich denke (...), wenn man eine andere Gesellschaftsform errichtet, dass man da so ein Organ wieder braucht, weil man sich auch davor schützen muss, dass andere Kräfte, reaktionäre Kräfte, die Gelegenheit nutzen und so einen Staat von innen aufweichen", sagte Wegner dem ARD-Politikmagazin "Panorama".

Wegner, die auch DKP-Mitglied ist, rechtfertigte außerdem den Mauerbau. Die Linke forderte Wegner auf, ihr Mandat niederzulegen. Die Partei distanziere sich vom Unrechtsregime in der DDR.

Gysi: Es gibt keinen Weg zurück zur DDR

Der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Gregor Gysi, ging auf Distanz zu Wegner. In "Panorama" kritisierte er zugleich die westdeutschen Landesverbände seiner Partei dafür, dass sie DKP-Mitglieder auf ihren Listen kandidieren lassen. Er hätte anders entschieden, weil er wisse, dass die DKP Positionen vertrete, "die mit unseren nichts zu tun haben", sagte Gysi und fügte hinzu: "Es gibt für uns keinen Weg zurück zur DDR."

Auch die Linken-Bundestagsabgeordnete Petra Pau distanzierte sich "klipp und klar" von den Äußerungen Wegners. "Wer die Berliner Mauer noch immer rechtfertigt und die Staatssicherheit der DDR als Zukunftsmodell preist, hat nichts aus der Geschichte gelernt", erklärte Pau, die auch Bundestagsvizepräsidentin ist. (ut/dpa/AFP)

0 Kommentare

Neuester Kommentar