Politik : Niedrigste Geburtenzahl seit dem Zweiten Weltkrieg

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Wiesbaden/Berlin - In Deutschland kommen immer weniger Kinder auf die Welt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gab es im vergangenen Jahr nur noch 685 784 Geburten. Damit wurde erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg die Marke von 700 000 nach unten durchbrochen.

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) forderte Konsequenzen aus dieser Entwicklung. Sie betonte: „Die Zahlen zeigen uns, dass jetzt auch der Letzte aufwachen muss.“ Die Ministerin mahnte, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft müssten sich „mit geballter Kraft hinter dem Anliegen versammeln, Deutschland kinder- und elternfreundlicher zu gestalten.“

Auch der Bevölkerungsschwund hält an. Insgesamt lebten Ende vergangenen Jahres 82,438 Millionen Menschen in der Bundesrepublik. Das sind 0,1 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Grund für den Rückgang ist vor allem, dass es im vergangenen Jahr mehr Sterbefälle als Geburten gab und die Einwanderungszahlen zurückgegangen sind.

Vor allem in Ostdeutschland ist ein überdurchschnittlicher Rückgang der Bevölkerung zu verzeichnen. Besonders betroffen war wie bereits im vergangenen Jahr Sachsen-Anhalt. Im früheren Bundesgebiet stieg die Einwohnerzahl dagegen leicht an.

Der Magdeburger Staatskanzleichef Rainer Robra (CDU) betonte angesichts der Lage im Osten: „Wir setzen auf die positiven Auswirkungen der Familienpolitik der Bundesregierung und die Anstrengungen in Sachsen-Anhalt zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“ Schon jetzt kämen immer mehr Rückwanderer nach Sachsen-Anhalt, so Robra. ddp

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