Politik : Niemand will mitmachen

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Die UN haben Schwierigkeiten, eine Schutztruppe für ihre Mitarbeiter im Irak zusammenzustellen. In spätestens sechs Monaten sollen im Irak die ersten Wahlen stattfinden. Die Vereinten Nationen haben für diese entscheidende Phase des Demokratisierungsprozesses Hilfe versprochen. Doch ohne militärischen Schutz für die UNMitarbeiter hängt die geplante Mission jetzt am seidenen Faden.

„Sicherheit ist unsere erste Priorität, unsere zweite Priorität, unsere dritte Priorität“, macht der Irak-Beauftragte der UN und designierte Missionschef, Ashraf Jehangir Qazi, unmissverständlich klar.

UN-Generalsekretär Kofi Annan versucht seit mehr als sechs Wochen, eine Schutztruppe von zunächst 1000 Soldaten für die Wahlhelfer im Irak auf die Beine zu stellen. Bisher ohne Erfolg. Nicht ein einziges Land hat fest zugesagt, ihm zu helfen, bestätigte ein UN-Sprecher in New York. Derweil läuft im Irak die Zeit davon. Schon die Ernennung des Diplomaten Qazi erfolgte mit zwei Wochen Verspätung . Gemeinsam mit ihm werden zunächst nur zehn Wahlexperten und ein Fachmann für Menschenrechte sowie einige Spezialisten für Sicherheitsfragen und humanitäre Hilfe nach Bagdad reisen. dpa

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