Politik : Nigeria: Polizei beendet blutige Unruhen

Nach den blutigen Zusammenstößen in Nigerias Wirtschaftsmetropole Lagos hat die Polizei am Mittwoch Anführer militanter ethnischer Gruppen festgenommen, die für die Unruhen verantwortlich gemacht werden. Unter ihnen befindet sich auch der Führer der wichtigsten Gruppierung des Odua-Volkskongresses (OPC), Frederick Fasheun, wie Mitarbeiter des von Fasheun betriebenen Hotels bestätigten. Ein Polizeisprecher kündigte weitere Festnahmen an. Am Mittwochabend hatte die Regierung den OPC und alle anderen ebenfalls militanten ethnischen Gruppen verboten.

Der OPC war vor fünf Jahren von Vertretern der Yoruba-Volksgruppe gegründet worden, die im Südwesten des Landes die Mehrheit bilden. Bei den Kämpfen zwischen den christlichen Yoruba und den überwiegend moslemischen Hausa waren seit Sonntag mehr als 100 Menschen in Lagos im Südwesten des Landes getötet worden. OPC-Anhänger waren gewaltsam gegen Hausas vorgegangen, um Rache für den Tod von OPC-Mitgliedern zu nehmen, die weiter nördlich in Ilorin von der Polizei erschossen worden waren.

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