Politik : Noch immer keine Spur

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Einen Monat nach der Verschleppung der beiden deutschen Techniker René Bräunlich und Thomas Nitzschke im Irak bleibt das Schicksal der Männer weiter ungewiss. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes vom Freitag gibt es in dem Entführungsfall keine greifbaren Fortschritte . Der Krisenstab setze seine Bemühungen unverändert fort. Zu Einzelheiten der Bemühungen und zu der Frage, ob zwischenzeitlich Kontakt zu den Entführern aufgenommen werden konnte, wollte sich die Sprecherin des Außenamtes zum Schutz der Betroffenen nicht äußern. Das letzte Lebenszeichen von den beiden Technikern in Form eines von arabischen Sendern ausgestrahlten Videos ist elf Tage alt . Die Entführer hatten darin ihre Forderungen wiederholt: Schließung der deutschen Botschaft im Irak, Abzug aller deutschen Firmen aus dem Land sowie Einstellung jeglicher Zusammenarbeit mit der irakischen Regierung.

Am Donnerstagabend hatten in Leipzig erneut mehr als 150 Menschen mit einer Mahnwache an der Nikolaikirche ihre Anteilnahme mit den Geiseln und ihren Familien gezeigt. Die beiden Männer waren am 24. Januar in der nordirakischen Industriestadt Baidschi entführt worden. Für den kommenden Montag ist die neunte Mahnwache geplant. Die beiden Techniker stammen aus Leipzig und arbeiteten im Irak für die deutsche Firma Cryotec. ddp/dpa

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