Politik : Nomaden in Mali wollen Geiseln suchen Tuareg sollen Belohnung erhalten

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Madrid (ze). Die Nomadenstämme im Norden Malis wollen den westlichen Spezialagenten bei der Suche nach den SaharaGeiseln helfen. Geheimdienstkreisen zufolge sagten die Tuareg-Chefs in der an Algerien grenzenden Wüstenregion den deutschen Emissären zu, ihre Kontakte und Ortskenntnis der unzugänglichen und einsamen Saharazone zu nutzen, um die 15 von Terroristen entführten Europäer zu finden. Deutschland, die Schweiz und die Niederlande haben dem Vernehmen nach rund zehn Antiterrorexperten nach Mali geschickt, um die seit fünf Monaten verschleppten Urlauber aufzuspüren. Inoffiziellen Berichten zufolge sagten die westlichen Regierungen den Nomaden eine Belohnung zu, wenn die Suche nach den Verschwundenen – zehn Deutsche, vier Schweizer und ein Niederländer – erfolgreich sein sollte. Die Urlauber wurden nach westlichen wie algerischen Geheimdienstangaben von ihren Kidnappern inzwischen nach Mali gebracht. Algeriens Innenminister Yazid Zerhouni überraschte derweil mit der Aussage, dass sich die Geiseln angeblich noch in Algerien befinden.

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