Nord- und Südkorea : Militärgespräche sind gescheitert

Die ersten Militärgespräche zwischen Nord- und Südkorea seit Jahresbeginn sind am Donnerstag ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. Schuld, so Nordkorea, sei Südkoreas mangelnde Kooperationsbereitschaft.

Yongbyon
Umstritten: Die Atomanlage in Yongbyon. -Foto: dpa

SeoulBei dem Treffen in Panmunjom an der stark gesicherten innerkoreanischen Grenze habe es kaum Fortschritte gegeben, sagte ein südkoreanischer Regierungsvertreter, der namentlich nicht genannt werden wollte. Der nordkoreanische Delegationschef Pak Rim-Su warf Seoul vor, zur Lösung der Probleme nicht bereit zu sein. Nordkorea hatte Seoul eine neue Runde der Militärgespräche angeboten.

Spannungen verschärfen sich weiter

Die Beziehungen zwischen den beiden Koreas, die sich seit dem blutigen Konflikt 1950 bis 1953 offiziell noch immer im Kriegszustand befinden, sind vor allem wegen der Atompläne Pjöngjangs angespannt. Der seit Februar amtierende konservative südkoreanische Präsident Lee Myung Bak verficht eine harte Linie gegenüber Nordkorea. Im Juli verschärften sich die Spannungen zwischen den beiden Staaten weiter, nachdem ein nordkoreanischer Soldat eine Touristen aus dem Süden erschossen hatte.

Der US-Sondergesandte Christopher Hill verlängerte unterdessen seinen Aufenthalt in Nordkorea, um die Gespräche über ein Ende des nordkoreanischen Atomprogramms vor dem Scheitern zu retten. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, werde Hill nicht wie geplant am Donnerstag nach Südkorea zurückkehren. Nordkorea hatte in der vergangenen Woche die vor einem Jahr mühsam ausgehandelte Überwachung seiner Atomanlage Yongbyon durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) unterbunden. (sba/AFP)

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