Nordamerikagipfel : Obama hilft Mexiko im Kampf gegen Drogenhandel

Angesichts wachsender Herausforderungen unter anderem durch die Wirtschaftskrise und Kriminalität wollen die USA, Mexiko und Kanada ihre regionale Integration vorantreiben.

Mexiko-Stadt - Zum Abschluss des fünften Nordamerikagipfels in der mexikanischen Stadt Guadalajara kündigten Mexikos Staatschef Felipe Calderón, US-Präsident Barack Obama und Kanadas Premierminister Stephen Harper am Montag an, ihre gemeinsamen Anstrengungen zur Überwindung der Weltwirtschaftskrise zu verstärken. Sie beschlossen zudem, Maßnahmen zur Abwehr der Schweinegrippe zu ergreifen, deren Rückkehr nach Nordamerika für den Winter erwartet werde.

Die wirtschaftliche Erholung von der globalen Krise habe Vorrang in den gemeinsamen Anstrengungen der drei Staaten, hieß es in einer Erklärung des Gipfels. „Indem wir zusammenarbeiten, werden wir die Erholung und die Schaffung von Arbeitsplätzen beschleunigen und eine starke Basis für einen langfristigen Wohlstand schaffen.“ Themen der Gespräche waren außerdem die Bekämpfung der organisierten Drogenkriminalität und die Problematik der illegalen Migration von Mexikanern nach Norden. Bereits am Sonntagabend hatten die USA und Kanada in bilateralen Gesprächen versichert, Mexiko verstärkt im Kampf gegen die Drogenkriminalität unterstützen. So sollen mexikanische Kriminalbeamte in Kanada in modernen Techniken der Kriminalistik ausgebildet werden. Zu Beginn des fünften Gipfeltreffens der drei nordamerikanischen Staaten machte Washington Mexiko aber keine Zugeständnisse im Hinblick auf eine Legalisierung der Mexikaner, die ohne Papiere in die USA eingewandert sind. Vielmehr sprachen Obama und Calderón über eine Modernisierung der Grenzanlagen, durch die ein geordneter und sicherer Transport von Waren und Menschen zwischen den beiden Ländern möglich werden solle. Die Weltwirtschaftskrise hat unter anderem dazu geführt, dass Hunderttausende von Mexikanern in den USA arbeitslos wurden und nach Hause zurückkehren mussten, was dort zu erheblichen wirtschaftlichen und sozialen Problemen geführt hat.

Die drei Staatschefs sprachen sich erneut für die Wiederherstellung der demokratischen Ordnung in Honduras aus. Dort war am 28. Juni Präsident Manuel Zelaya gestützt und durch eine neue Regierung ersetzt worden. Obama bekräftigte, Zelaya bleibe der legitime Staatschef des mittelamerikanischen Landes. dpa

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