Politik : Nordirische Miliz schließt Entwaffnung ab

Belfast - Als größte und letzte probritische Miliz hat in Nordirland die protestantische Ulster Defence Association (UDA) ihre Entwaffnung abgeschlossen. Die letzten Waffenbestände seien nachweislich unbrauchbar gemacht worden, teilte der Anführer des politischen Arms der UDA, Frankie Gallagher, am Mittwoch in Belfast mit. Die Entwaffnung war von einer unabhängigen internationalen Kommission überwacht worden. Die UDA soll für rund 400 Morde während des Bürgerkriegs in Nordirland verantwortlich sein.

Der irische Ministerpräsident Brian Cowen begrüßte die Ankündigung als „weiteren bedeutenden Meilenstein im Friedensprozess“. Der britische Nordirlandminister Shaun Woodward erklärte, der Schritt der UDA sei ein weiteres deutliches Zeichen für den „Erfolg der Politik über die Gewalt in Nordirland“.

Zwei andere probritische Gruppierungen, die Ulster Volunteer Force (UVF) und das Red Hand Commando (RHC), hatten im vergangenen Juni ihre Entwaffnung abgeschlossen. Die katholische Untergrundorganisation Irisch-Republikanische Armee (IRA) hatte ihre Waffenarsenale bereits vor vier Jahren zerstört. AFP

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