• Nordirland: Kurz, aber heftig. Der 12. Juli erinnert an den Sieg der Protestanten über die Katholiken

Politik : Nordirland: Kurz, aber heftig. Der 12. Juli erinnert an den Sieg der Protestanten über die Katholiken

ali

Am 10. April 1998, an einem klirrend kalten Frostmorgen, einigte sich die überwiegende Mehrheit der nordirischen Parteien mit den Regierungen des Vereinigten Königreichs und der Republik Irland auf einen historischen Neubeginn: Eine breite Koalition sollte Nordirland innerhalb des Vereinigten Königreichs einvernehmlich verwalten, aber die Zugehörigkeit zur irischen Insel sollte sich in einer engen Zusammenarbeit mit der benachbarten Republik ausdrücken. Zudem wurden neue Gremien für den Gedankenaustausch auf der gesamten britisch-irischen Inselgruppe geschaffen. Alle paramilitärischen Häftlinge wurden seither entlassen. Kommissionen legten Empfehlungen über die Reform der nordirischen Polizei und der Justiz vor, und alle Parteien verpflichteten sich, ihren Einfluß geltend zu machen, damit bis zum Mai 2000 alle Waffen der Untergrundverbände beseitigt seien. Fast alles, was damals vereinbart wurde, ist seither erfüllt oder in die Wege geleitet. Nur bei der Waffenfrage happert es. Die auf den 1. Juli 2001 verlängerte Frist verstrich erneut, Chefminister David Trimble ist deshalb zurückgetreten. Heute wird in England weiter verhandelt, ob die nordirische Regierung erneuert werden kann.

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