Nordkorea : Angeblich aktuelle Bilder von Kim aufgetaucht

Seit etlichen Wochen ist Nordkoreas Staatschef Kim Jong Il nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen worden. Gerüchten zufolge hat er einen Schlaganfall erlitten. Die staatlichen Medien des Landes versuchen diese nun zu zerstreuen.

kim jong il
Kim soll ein Fußballspiel besucht haben - das angeblich aktuelle Bild zeigt das nicht. -Foto: AFP

SeoulInmitten der Spekulationen um den Gesundheitszustand von Kim Jong Il hat Nordkorea am Sonntag erneut Fotos des seit Wochen aus der Öffentlichkeit verschwundenen Staatschefs veröffentlicht. Nach südkoreanischen Regierungsangaben verbreitete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA Bilder, die den 66-Jährigen bei einem Fußballspiel zweier Armee-Mannschaften zeigen sollen.

Auch das Staatsfernsehen und die Zeitung "Rodong Simnum" veröffentlichten 14 verschiedene Fotos, auf denen Kim angeblich das Spiel verfolgt und sich mit seinen Vertrauten unterhält. Zuvor hatte die KCNA berichtet, der Staatschef habe der Partie zwischen den Mannschaften Mangyongbong und Jebi beigewohnt. Nordkorea machte keine Angaben dazu, wann und wo die Bilder aufgenommen wurden. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap merkte an, dass auf keinem der Fotos Kim und das Fußballspiel gleichzeitig zu sehen seien.

Kim liegt vermutlich im Krankenhaus

Kim Jong Il ist seit Wochen von der Bildfläche verschwunden und nahm Anfang September nicht an den Feiern zur 60. Jahrestag der Staatsgründung teil. Am Freitag fehlte er beim Begräbnis eines ranghohen Parteifreunds. Nordkorea weist die Spekulationen um den Gesundheitszustand von Kim als Propaganda zurück.

Bereits Anfang Oktober hatten nordkoreanische Medien Fotos von Kim bei einer Truppeninspektion veröffentlicht. Südkroea und die USA bezweifelten allerdings die Neuheit der Bilder, da im Hintergrund dunkelgrüne Blätter zu sehen waren. Gerüchten zufolge erlitt Kim Mitte August einen Schlaganfall. Nach Angaben des japanischen Regierungschefs Taro Aso liegt er vermutlich im Krankenhaus, ist jedoch weiterhin zur Führung der Staatsgeschäfte in der Lage. (sf/AFP)

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