Politik : Nordkorea stimmt Atomgesprächen zu Verhandlungen ab September

Harald Maass

Peking . Nordkorea will bereits „in Kürze“ multilaterale Gespräche über sein umstrittenes Atomprogramm führen. Dies gab am Montag das Außenministerium in Pjöngjang bekannt. Nach Angaben des südkoreanischen Vizeministers für Wiedervereinigung Shin Eon Sang in Seoul werde die erste Gesprächsrunde, an der neben Nord- und Südkorea die USA, China, Russland und Japan teilnehmen, „vermutlich Anfang September“ in Peking stattfinden. Pjöngjang hatte seit Ausbruch des Atomstreits mit Washington im vergangenen Oktober Mehrparteiengespräche abgelehnt und stattdessen direkte Verhandlungen mit den USA gefordert. Offenbar auf Drängen Chinas, das den Druck auf Pjöngjang in den vergangenen Wochen empfindlich erhöht hatte, stimmte Nordkoreas Führung Ende voriger Woche den Sechs-Nationen-Gesprächen zu. Im Gegenzug erklärten die USA, am Rande des Treffens seien auch direkte Verhandlungen zwischen Vertretern Pjöngjangs und Washingtons möglich.

Volle Zustimmung für Kim Jong Il

Bei den Parlamentswahlen in Nordkorea am Sonntag erhielt nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KNCA jeder der 687 Kandidaten die volle Zustimmung der Wähler. Die Wahlbeteiligung habe bei 99,9 Prozent gelegen. Da es keine legale Opposition gibt, hatte die Wahl eher rituellen Charakter. Staatschef Kim Jong Il erhielt in seinem Pjöngjanger Wahlkreis die Stimmen aller Wahlberechtigten.

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