Nordkoreanisches Atomprogramm : China hält Verzicht für unwahrscheinlich

China rechnet nach Gesprächen in Nordkorea offenbar nicht mit einem Verzicht des Landes auf sein Atomwaffenprogramm, sieht aber dennoch Flexibilität in der Haltung Pjöngjangs.

Peking - Mit einer baldigen Wiederaufnahme der Sechs-Länder-Gespräche rechne Chine jedoch nicht, sagte der frühere japanische Vize-Außenminister Ichiro Aisawa nach einem Gespräch mit dem chinesischen Vize-Außenminister Wu Dawei in Peking. Wu ist der Leiter der chinesischen Delegation bei den seit fast einem Jahr auf Eis liegenden Sechser-Gesprächen, an denen außerdem noch die beiden koreanischen Staaten, die USA, Russland und Japan teilnehmen.

In der vergangenen Woche hatte Wu den chinesischen Sondergesandten Tang Jiaxuan nach Pjöngjang begleitet, der dort am Donnerstag mit dem nordkoreanischen Führer Kim Jong Il sprach. Medienberichten zufolge sagte Kim bei dieser Gelegenheit, sein Land wolle auf einen zweiten Atomwaffentest verzichten, wenn es nicht von den USA provoziert werde. Nordkorea hatte am 9. Oktober nach eigenen Angaben erstmals eine Atomwaffe getestet. Der UN-Sicherheitsrat hatte daraufhin am 14. Oktober einstimmig Strafmaßnahmen gegen Pjöngjang beschlossen. (tso/AFP)

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