Politik : Nordkoreas Raketenstart rückt näher

Seoul - Das Regime in Nordkorea zementiert mitten im Streit um seinen Raketenstart die Machtstellung des neuen starken Mannes Kim Jong Un. Bei einem Sondertreffen der herrschenden Arbeiterpartei in Pjöngjang wurde der Sohn und Nachfolger des langjährigen Alleinherrschers Kim Jong Il zum „ersten Sekretär“ der Partei ernannt, wie die staatlichen Medien am Mittwoch berichteten. Damit ist er praktisch Parteichef.

Unterdessen scheint der Start der nordkoreanischen Rakete, die einen Satelliten ins All bringen soll, kurz bevorzustehen. Der Flugkörper vom Typ Unha-3, der auf einer Abschussrampe an der Westküste steht, wurde inzwischen betankt. Der Satellit sei bereits in der Trägerrakete, alle Vorbereitungen für den Start getroffen, berichtete die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua aus Pjöngjang.

Die Bundesregierung warnte Nordkorea ausdrücklich vor dem Abschuss einer Langstreckenrakete. „Ein Start einer solchen Rakete wäre eine deutliche Provokation“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter am Mittwoch in Berlin. Auch China zeigte sich mit Blick auf die Startvorbereitungen erneut „beunruhigt“. dpa/rtr

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