Nordrhein-Westfalen : CDU-Politiker arbeiten für rechtsgerichtete Zeitschrift

Mehrere CDU-Politiker aus Nordrhein-Westfalen haben nach einem Medienbericht maßgeblich an der rechtsgerichteten Zeitschrift "Ost-West-Panorama" mitgearbeitet. Der erste Politiker musste nun bereits seinen Hut nehmen.

DüsseldorfDer Herausgeber des Blattes, Viktor Harder, hat die CDU inzwischen auf Drängen der Parteispitze verlassen. "Genauso intensiv" überprüft werde eine Beteiligung des CDU-Kommunalpolitikers Heinrich Neugebauer, bestätigte die Landespartei am Montag in Düsseldorf. Der CDU-Politiker aus Krefeld sitzt im Integrationsbeirat der Landesregierung.

Für das "Ost-West-Panorama", das sich an Russlanddeutsche richtet, schreiben dem WDR zufolge auch NPD-Politiker. "Wer eine solche Zeitschrift herausgibt, hat keinen Platz mehr in der CDU", sagte der Generalsekretär der NRW-CDU, Hendrik Wüst. Herausgeber Harder saß bis vergangene Woche im Stadtrat von Oerlinghausen (NRW) und hatte Ämter im CDU-Orts- und Kreisverband inne. Neugebauer sitzt dem Verein zur Integration der russlanddeutschen Aussiedler vor und als Stellvertreter dem Bund der Vertriebenen NRW.

Auch der Chefredakteur der Zeitschrift, Heinrich Daub aus Mainz, ist CDU-Mitglied. "Wenn die CDU mich rausschmeißen will, dann soll sie das machen", sagte er. Die Union wende sich von allen konservativen Menschen ab. Die Extremismus-Vorwürfe wies Daub zurück. "Rechtsradikal sind die Menschen, die zu Gewalt neigen. Das tun wir nicht", sagte er. Seine Zeitschrift verstehe sich als Brücke zwischen Russland und Deutschland. (dpa/sba)

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