Norwegen : Zwei Postboten durch Brief an Israels Botschaft verletzt

Ein für die israelische Botschaft in Oslo bestimmter Brief enthielt neben Drohungen offenbar auch giftige Substanzen, die bei zwei Briefträgern zu Verbrennungen und Augenreizungen führten. Eine Verseuchung mit Bakterien schließt die Polizei mittlerweile aus.

In Oslo sind zwei Postboten durch einen Brief an die israelische Botschaft verletzt worden. Nach Angaben eines Ermittlers vom Sonntag handelte es sich um einen in Norwegen aufgegebenen Drohbrief. Erste Analysen hätten aber noch nicht feststellen können, welche Substanz zu den Verbrennungen und Hautreizungen geführt habe.

Laut dem Vertreter der Kriminalpolizei, Lennart Kyrdalen, juckten einem der beiden Briefträger kurz nach Berühren des Umschlags heftig die Hände. Er habe gedacht, sich verbrannt zu haben. Der Postbote alarmierte seinen Chef, dessen Augen auch ohne näheren Kontakt mit dem Brief zu tränen begannen. Die beiden betroffenen Briefträger wurden vorsorglich im Krankenhaus unter Quarantäne gestellt, nach einem Tag aber wieder entlassen.

Laut Kyrdalen enthielt das auf Norwegisch verfasste Schreiben tatsächlich Drohungen. Über den Inhalt wollte er sich jedoch zunächst nicht äußern. Nach ersten Analysen des Schreibens schloss die Polizei eine Verseuchung mit Bakterien aus. Die Analyse der giftigen Substanz werde noch zwei bis drei Tage dauern. (jvo/AFP)

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