NPD-DROHUNGEN IN THÜRINGEN : Staatsanwaltschaft ermittelt

Nach den Drohungen der NPD in Thüringen gegen den dunkelhäutigen CDU-Wahlkämpfer Zeca Schall hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen die rechtsextreme Partei eingeleitet. Geprüft wird der Verdacht der Volksverhetzung, der Beleidigung und der versuchten Nötigung, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Meiningen am Donnerstag.

Die NPD hatte Schall, der auf Großplakaten neben Ministerpräsident Dieter Althaus für die CDU zur Landtagswahl am 30. August wirbt, am Dienstag in einer Pressemitteilung als „CDU-Quotenneger“ beschimpft und zur „Heimreise“ aufgefordert. Am Mittwoch versuchten mehrere Rechtsextreme dann wie zuvor angekündigt, den 45-jährigen CDU-Mann an dessen Wohnort in Hildburghausen aufzusuchen. Der gebürtige Angolaner wurde vorerst unter Polizeischutz gestellt. Die NPD-Drohungen lösten quer durch die Parteien Empörung aus. Die Thüringer CDU wies unterdessen Vermutungen zurück, sie würde als Reaktion auf die NPD-Drohungen die Plakate mit Schall abhängen. Zwar würden tatsächlich Plakate überklebt. Dies sei aber Teil des planmäßig am 10. August begonnenen zweiten Durchgangs der Plakatierungsaktion zur Landtagswahl. Tsp/AFP

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