Politik : NPD und DVU schließen für 2006 Wahlallianz

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München Die rechtsextremen Parteien NPD und DVU wollen mit einer Wahlallianz in den Bundestag einziehen. Bei der Wahl 2006 wird nur die NPD antreten, aber DVU-Kandidaten in ihre Listen aufnehmen. „Wir werden Wahlkämpfe liefern, wo Ihnen Hören und Sehen vergeht“, sagte NPD-Chef Udo Voigt am Samstag in München. Voigt und der DVU-Chef Gerhard Frey unterzeichneten den Pakt. Bei der Europawahl 2009 soll nur die DVU antreten. Bei Landtagswahlen sind Absprachen geplant. Die Republikaner hätten der Allianz nicht beitreten wollen, sagte Voigt. Er rief dazu auf, künftig mit Gewalt auf Übergriffe politischer Gegner zu reagieren. Am Samstag erteilte die Polizei 40 Gegendemonstranten einen Platzverweis. Im September waren NPD und DVU nach Absprachen mit 9,2 und 6,1 Prozent in die Landtage Brandenburgs und Sachsens gekommen. Es ist strittig, ob mehrparteiige Listenverbindungen bei einer Bundestagswahl zulässig sind. dpa

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