• NRW will mehr Ausländer: Einbürgerungen sind keine Bedrohung für das Land, so Innenminister Behrens

Politik : NRW will mehr Ausländer: Einbürgerungen sind keine Bedrohung für das Land, so Innenminister Behrens

In Nordrhein-Westfalen sind in den ersten sechs Monaten dieses Jahres über 26 000 Ausländer eingebürgert worden. Wie NRW-Innenminister Fritz Behrens (SPD) am Dienstag in Düsseldorf berichtete, sind das gut zehn Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Es sei zu erwarten, dass die im Vorjahr erreichte Einbürgerungshöchstmarke von rund 47 000 Ausländern überschritten werde.

Bundesweit hatte sich bei der Zahl der Einbürgerungen nach dem seit Anfang des Jahres geltenden neuen Recht ein klares West-Ost-Gefälle ergeben. Nach einer dpa-Umfrage gingen im Osten mit seinem geringen Ausländeranteil nur wenig Anträge ein, in den großen Städten in Westdeutschland gab es zum Teil Zuwachsraten von 100 Prozent. In der Metropole Berlin, wo 430 000 Ausländer leben, gingen die Einbürgerungsanträge sogar zurück. Als Grund wurde vielfach auch die hohe Gebühr von 500 Mark pro Antrag genannt.

Behrens, der zurzeit Vorsitzender der Innenministerkonferenz ist, betonte, die gesetzlich erleichterte Einbürgerung bedeute keine Bedrohung für Deutschland. Das Land sei auf eine weitere Öffnung gegenüber Ausländern existenziell angewiesen. "Wir sind ein aussterbendes Volk", mahnte der Minister. Daher plädiere er für weitere Einbürgerungserleichterungen.

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